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Lebensart

Kirschblütenzauber in der Bonner Altstadt

Alle wollen sie sehen: die Kirschblüte in der Bonner Altstadt. Das grandiose Naturschauspiel ist nur wenige Wochen zu bestaunen und lockt jedes Jahr Touristen aus aller Welt in die ehemalige deutsche Hauptstadt.

"It's magic", haucht eine junge Japanerin beim Anblick der zartrosa Blütenallee in der Bonner Altstadt – und zückt ihr Smartphone, um diesen Moment festzuhalten. Scharen von neugierigen Touristen tummeln sich derzeit in den engen Altstadtstrassen - es gibt kaum ein Durchkommen.

Manche Touristen waren in diesem Jahr allerdings auch zu früh dran: Lange waren die Außentemperaturen in der rheinischen Tiefebene von Bonn, die normalerweise mit mediterranem Frühjahrsklima aufwarten kann, viel zu kalt. Wärmende Sonnenstrahlen ließen sich nur selten blicken. Sogar Nachtfrost bedrohte die ersten zarten Kirschblüten, die sich bis Anfang April lieber in festen Knospen verbargen. Erst in den letzen warmen Tagen sind sie aufgesprungen.

Wer zu früh angereist war, musste mit Postkarten und Postern aus dem letzten Jahr vorlieb nehmen. "Manche Touristen aus Fernost waren so verzweifelt, dass sie sich auf der Straße vor einem Postermotiv fotografieren ließen", erzählt die Besitzerin eines Fotoladens in der Altstadt.

Ab Mitte März blühen zu allererst in der südlichen Maxstraße die weißen Kirschblüten, die rosa Blüten der Zierkirschen in der Heer- und der Breitestraße sind später dran. Die "Kirschblüte made in Germany" wird in Bonn jedes Jahr mehr zum zugkräftigen Touristen-Hype. Eine gute Einnahmequelle für die Stadt. Zum Finale rieselt es dann bei jedem Windhauch rosa Blüten auf das historische Kopfsteinpflaster…

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