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Europa/Zentralasien

Kirgisistan: Verband der Bürgermedien nimmt Arbeit auf

Bürgermedien geben der ländlichen Bevölkerung eine Stimme. Mit Unterstützung der DW Akademie soll ein neuer Dachverband kirgisischer Medien die Berichterstattung ausbauen und professionalisieren.

Bürgermedien spielen in Kirgisistan eine entscheidende Rolle, in entlegenen Orten sind sie oftmals die einzige Informationsquelle. "Viele Dörfer sind von Bergen umgeben und daher von nationalen Rundfunkmedien abgeschnitten", sagt Lydia Rahnert, Länderkoordinatorin für Kirgisistan der DW Akademie. Auch Zeitungen kämen oftmals erst mit zweiwöchiger Verspätung an. Daher sei es "besonders wichtig, die Bürgermedien zu stärken. Die ländliche Bevölkerung ist auf die Berichterstattung der Bürgermedien angewiesen", so Rahnert.

Um sich untereinander zu vernetzen und ihr Programm zu professionalisieren, gründeten die kirgisischen Bürgermedien im August 2013 erstmals einen Dachverband. Mit Unterstützung der DW Akademie, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der UNESCO konnten nun die Vertreter der vier Radiostationen und 18 Multimediazentren erstmals ihre Arbeit abstimmen. Während des ersten Verband-Treffens in Bischkek verabschiedeten sie unter anderem das Statut, einen Ethikkodex sowie Vereinbarungen zur übergreifenden Berichterstattung.

Geplant sind unter anderem eine Themenwoche "Zugang zu sauberem Wasser" sowie umfassende Berichterstattung zu Kommunalpolitik, Bildung, Armut, Frauen und Jugend. Die Medienvertreter aus sieben Regionen des Landes einigten sich zudem darauf, künftig mehr interaktive Formate für und mit Bürgern anzubieten.

Professionelle Berichterstattung und Nachhaltigkeit

Die DW Akademie wird die Arbeit des Verbandes in den kommenden Monaten begleiten und unterstützen. Zum einen werden Journalisten in zahlreichen Workshops in kritischer und unabhängiger Berichterstattung trainiert. Zum anderen wird das Management darin beraten, eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit des jeweiligen Radios oder Multimediazentrums sicherzustellen. "Neben Trainern aus Deutschland werden auch kirgisischsprachige Trainer, ausgebildet von der DW Akademie, die Korrespondenten der Bürgermedien bei der Erstellung des Programms und der Erarbeitung neuer Formate begleiten", sagt Lydia Rahnert. Mit Unterstützung der DW Akademie werden zudem sechs bereits registrierte Multimediazentren in entlegenen Regionen mit Technik ausgestatten und erstmals ihre Arbeit aufnehmen.

Auch in der Hauptstadt Bischkek wird der ländlichen Bevölkerung künftig mehr Gehör verschafft. So konnte die DW Akademie den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender OTRK für eine neue Sendung gewinnen, in der einmal wöchentlich Berichte von Bürgermedien-Korrespondenten ausgestrahlt werden.

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