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Aktuell Welt

Kirchen würdigen das Pfingstfest

In einer Pfingstbotschaft hat die Evangelische Kirche die Christen zum öffentlichen Engagement aufgerufen. Die Gesellschaft brauche politisch verantwortliche Christenmenschen.

Sie müssten öffentlich für die Wahrung der Menschenwürde eintreten, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, in der Leipziger Nikolaikirche. Das öffentliche Wirken der Kirche gründe in einem Gottvertrauen, das durch den Geist von Pfingsten gespeist werde. Das erste Pfingstfest vor fast 2.000 Jahren in Jerusalem sei die Geburtstunde für die weltweite, bunte und vielstimmige Kirche Jesu Christi gewesen. Und zugleich sei es auch das "Grunddatum" für das öffentliche Wirken von Christen und Kirche, so der EKD-Vorsitzende.

Pfingsten ist das dritte Hauptfest der Christen im Kirchenjahr nach Weihnachten und Ostern. Gefeiert wird das Kommen des Heiligen Geistes. Zugleich gilt Pfingsten als "Geburtstag der Kirche" und Beginn der weltweiten Mission. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der fünfzigste Tag) zurück. Hintergrund ist das jüdische Erntedankfest Schawuot, das 50 Tage nach Pessach gefeiert wird.

Franziskus: Pfingsten dauert immer noch an

Papst Franziskus betonte, Pfingsten beschränke sich nicht auf einen Augenblick im Leben der Jünger Jesu. Denn: Christus habe nicht aufgehört, seiner Kirche den Heiligen Geist zu senden. Dieser führe die Gläubigen als "Meister des Lebens" auf dem rechten Weg durch Höhen und Tiefen. Er wecke in ihnen das Verständnis für Jesu Worte und bewirke, dass Menschen einen brüderlichen Dialog miteinander führten.

Am späten Sonntag kommt Franziskus mit Israels Präsident Schimon Peres und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammen. Sie wollen gemeinsam für Frieden im Nahen Osten beten. Die Zeremonie in den Vatikanischen Gärten geht auf eine Einladung zurück, die Franziskus während seiner Nahostreise vor rund zwei Wochen ausgesprochen hatte.

haz/sti (kna, epd, dpa)