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Wirtschaft

Kirch: Ermittlungen in Liechtenstein

Im Ermittlungsverfahren gegen Manager der ehemaligen KirchGruppe führt nach Informationen des "Spiegel" eine neue Spur nach Liechtenstein. Hintergrund sei ein brisantes Fax, das kurz vor Weihnachten in der Kirch-Zentrale in Ismaning eingetroffen sei, berichtet das Nachrichtenmagazin. Absender des Dokuments sei das Schweizer Bankhaus Credit Suisse, das Kirch 2001 zum Erwerb zusätzlicher Rechte an der Rennsportserie Formel 1 einen Kredit von rund 120 Millionen Euro bewilligt hatte.

In dem Schreiben vom 19. Dezember dokumentiert die Bank den Eingang von 121,9 Millionen US-Dollar auf dem Konto der Kirch-Tochter "Formel Eins Beteiligungs GmbH". Als Verwendungszweck sei "Ablösung Fester Vorschuss Formel Eins Beteiligungs GmbH" angegeben. Mit der vorweihnachtlichen Überweisung habe demnach offenkundig der Credit-Suisse-Kredit getilgt werden sollen.

Absender der Millionen sei eine "Faller Stiftung" in Vaduz. Sie ist nach "Spiegel"-Informationen bislang weder im Zusammenhang mit Kirch noch mit dem Formel-1-Kredit in Erscheinung getreten. Laut Liechtensteiner Öffentlichkeits-Registeramt handele es sich um eine "hinterlegte Stiftung", das ist die diskreteste Variante, bei der weder Gründungstermin noch Eigentümer öffentlich sind. Bislang sei unklar, ob möglicherweise Kirch selbst hinter der Stiftung stecke, schreibt "Der Spiegel".

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen fragwürdige Geldflüsse im Hause Kirch. Medienberichten zufolge gehören zu den Verdächtigen auch der Gründer des Kirch-Imperiums, Leo Kirch, und sein ehemaliger Stellvertreter Dieter Hahn.

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  • Datum 04.01.2003
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