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Kultur

Kinostreifen über Terror des NSU

Beate Zschäpe, ist derzeit die Hauptangeklagte im sogenannten NSU Prozess. Die Geschichte um die Terrororganisation NSU soll nun verfilmt werden.

Drei Neonazis und ihre Helfer hatten in den 1990er Jahren aus rassistischen Motiven Bomben gelegt und gemordet. Die Constantin Filmgesellschaft will ihre Geschichte nach dem Buch "Heimatschutz – Der Staat und die Mordserie des NSU" von Stefan Aust und Dirk Laabs jetzt verfilmen und in die Kinos bringen.

Oberlandesgericht München Demonstration gegen NSU / BND 20.01.2015

Demonstration gegen Rassismus, am 20.01.2015 vor dem Münchener Oberlandesgericht

Stefan Aust, ehemaliger Chefredakteur der Wochenzeitschrift "Spiegel" hatte auch die Geschichte der linksgerichteten Rote Armee Fraktion (RAF) in seinem Buch "Der Baader Meinhof Komplex" beschrieben. 2008 hatte die Münchener Produktionsfirma Constantin bereits diesen Stoff mit Erfolg in die Kinos gebracht. "Beide Themen haben viel miteinander zu tun: Es geht um Terrorismus, deutsche Geschichte und die Bruchstellen einer Gesellschaft", sagt Aust. Außerdem gehe es um die Versuche von Polizei und Verfassungsschutz, die Gewalt zu bekämpfen. Dabei wären sie eine Allianz mit rechtsradikalen Tätern eingegangen.

Bei den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen, die seit zwei Jahren vor Gericht verhandelt werden, wurden zunächst rechtsradikale Hintergründe ausgeschlossen. Teilweise wurden die Taten rivalisierenden Mafia-Organisationen zugeschoben. Neben der Hauptangeklagten Beate Zschäpe sitzen noch weitere mutmaßliche Helfer und Unterstützer auf der Anklagebank.

Deutschland Fortsetzung NSU Prozess Beate Zschäpe

Hauptangeklagte im NSU Prozess: Beate Zschäpe

In ihrem Buch rekonstruieren die Autoren die Jagd nach den Neonazis und geben Einblicke in die Arbeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz gegen rechten Terror.

Produziert wird der Kinofilm von Oliver Berben, Sohn der bekannten Schauspielerin Iris Berben, und Martin Moszkowicz. Die Besetzung des Films steht noch nicht fest.

gr/ab (dpa/Constantin Filmgesellschaft)

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