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Filme

Kino zum Lesen: Fatih Akin

Fatih Akin: "Im Clinch – Die Geschichte meiner Familie“.

Dass sich Künstler gegen jedwede Etikettierung wehren, ist verständlich. Schließlich will niemand gern in Schubladen gesteckt werden. Für einen Künstler ist das fatal. Fatih Akin wird gern als "Deutschlands bekanntester Regisseur mit Migrationshintergrund" bezeichnet. Auch im Ausland. Akin, als Sohn türkischer Eltern 1973 in Hamburg geboren, ist längst angekommen im deutschen Kino und der deutschen Kultur, die ja auch gar nicht mehr denkbar ist ohne die Einflüsse der Menschen mit Migrationshintergrund. Akin ist einer der erfolgreichsten Regisseure hierzulande, und das sowohl an den Kinokassen als auch bei den großen internationalen Festivals.

Und wenn man mit 38 Jahren schon einmal zurückblickt auf sein bisheriges Leben und die Filme, wie Akin das tut im Interviewbuch "Im Clinch", dann hat man wohl auch selbst das Gefühl, etwas weitergeben zu müssen. Akin hat bemerkenswertes mitzuteilen. Vor allem wie es ist, aufzuwachen in einem Land, das nicht das seiner Eltern ist. Solange er denke könne, solange denke er auf Deutsch, schreibt er an einer Stelle. Und: "Mit jedem Film habe ich mir mehr von der Türkei angeeignet." Es ist nun einmal dieser reizvolle Kontrast, den seine Filme widerspiegeln, der Kontrast zwischen deutscher Lebenswirklichkeit und dem Empfinden eines Menschen und Künstlers, der sein Land liebt und der doch noch über andere Wurzeln verfügt. Die ihn interessieren und denen er in seinen Filmen nachspürt. In Fatih Akins neuem Film "Müll im Garten Eden", der in dieser Woche in Deutschland in den Kinos anläuft, kann man das sehen: Es ist ein Film über einen Müllskandal in der türkischen Provinz, der Heimat seines Großvaters.

Fatih Akin: "Im Clinch – Die Geschichte meiner Filme", hrsg. von Volker Behrens und Michael Töteberg, Rowohlt Verlag, 256 Seiten, ISBN 978 3 498 00.

Symbolbild Film Festival roter Teppich

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