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Aktuell Welt

Kindersterblichkeit geht rapide zurück

Die Zahl der Todesfälle bei Kindern hat sich in den letzten 20 Jahren weltweit halbiert. Damit ist das Milleniumsziel der Vereinten Nationen aber noch lange nicht erreicht.

Rund 19.000 Kinder unter fünf Jahren sterben jeden Tag an chronischer Unterernährung oder vermeidbaren Krankheiten. Das ist eine erschreckende Zahl, doch soll sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kindersterblichkeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Starben 1990 noch mehr als zwölf Millionen Kinder unter fünf Jahren, waren es 6,9 Millionen im Jahr 2011. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation WHO in New York veröffentlicht hat.

Die UN-Organisationen erklärten den Rückgang mit flächendeckenden Impfkampagnen, allgemein verbesserter Hygiene und Trinkwasserversorgung sowie einer besseren medizinischen Versorgung der Kinder und werdenden Mütter. Sie forderten die Staaten dazu auf, mehr Geld in das Gesundheitswesen, in Vorbeugung und in Ernährungssicherheit zu investieren.

Der Kampf geht weiter

Trotz der Fortschritte werde das Milleniumsziel, die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, verfehlt. Zudem sind die Fortschritte laut dem Bericht ungleich verteilt. Das höchste Risiko tragen die ärmsten Kinder und Kleinkinder. Neben chronischer Unterernährung und Krankheiten wie Lungenentzündung seien auch Komplikationen bei der Geburt für die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich. Durchfall und Malaria seien ebenfalls häufige Todesursachen.

Das Risiko für Kinder, an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten zu sterben, ist besonders hoch in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara und in Südasien. In Sierra Leone, dem Land mit der höchsten Kindersterblichkeit, erlebten im vergangenen Jahr von 1000 Kindern nur 185 ihren fünften Geburtstag. In Deutschland waren es 997 von 1000.

fab/haz (dpa,epd,rtre)