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Aktuell Europa

Kiew beschuldigt Russland wegen Flugzeugabschuss

Die Regierung in Kiew vermutet, dass eine Rakete aus Russland das ukrainische Militärflugzeug über Luhansk getroffen hat. Moskau schweigt, erlaubt aber OSZE-Grenzkontrollen.

Die ukrainische Regierung erhebt nach dem Abschuss eines Militärflugzeugs in der Region Luhansk schwere Vorwürfe gegen Russland. Der ukrainische Verteidigungsminister Waleri Geletej sagte, die Maschine "wurde von einer starken Rakete getroffen, die wahrscheinlich von russischem Territorium aus abgefeuert wurde". Militärsprecher Andrej Lyssenko sagte dagegen, die Maschine sei "wahrscheinlich" mit Luft-Luft-Raketen angegriffen worden und diese könnten von einem Kampfflugzeug abgefeuert worden sein, das vom russischen Flughafen Millerovo gestartet sei.

Zuvor hatten die russischen Separatisten in der sogenannten Volksrepublik Luhansk erklärt, sie hätten das Militärflugzeug abgeschossen und fünf Besatzungsmitglieder lebend gefasst. Das Präsidialamt in Kiew erklärte dazu, es sei unmöglich, dass das Flugzeug von tragbaren Boden-Luft-Raketen getroffen wurde, da es sich in 6500 Meter Höhe befunden habe.

Neue Gespräche

Moskau nahm zu den Anschuldigungen aus Kiew zunächst nicht Stellung. Allerdings stimmte das Außenministerium einer internationalen Kontrolle der Grenze zur Ukraine zu. "Als Geste des guten Willens" lade Russland Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu den Kontrollposten Donezk und Gukowo ein, hieß es.

Unterdessen gehen die diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Ostukraine-Krise weiter. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier teilte am Rande seiner Nahost-Reise in Jordanien mit, am Dienstag solle es zunächst eine Videokonferenz der "Kontaktgruppe" aus Ukraine, Russland und der OSZE mit den prorussischen Separatisten geben. "Unmittelbar danach" sei an einem noch nicht genannten Ort auch ein direktes Treffen geplant. Ziel sei ein "tragfähiger, beidseitiger Waffenstillstand".

det/jj (afp, dpa, rtr)

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