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Aktuell Afrika

Khartum fordert Untersuchung von Gewalt in Südsudan

Die sudanesische Regierung fordert eine Untersuchung der jüngsten Gewalt im Nachbarland Südsudan. Das Außenministerium verurteilte laut Medien "die Ermordung sudanesischer Staatsbürger" in der Stadt Bentiu.

Die Regierung in der Hauptstadt Khartum verlange eine "umgehende Untersuchung" der Vorfälle, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Suna. In Bentiu hatten nach Angaben der Vereinten Nationen Anhänger des früheren südsudanesischen Vizepräsidenten Riek Machar in der vergangenen Woche nach der Wiedereroberung der Stadt hunderte Menschen anderer Stämme getötet.

Die Rebellen machten demnach zwei Tage lang gezielt Jagd auf Menschen, die sie für ihre Gegner hielten. Bentiu ist die Hauptstadt des erdölreichen Bundesstaates Oberer Nil und deshalb strategisch von größter Bedeutung. Der Südsudan bezieht 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Export von Erdöl.

Internationale Sanktionen gefordert

Im Südsudan, dem jüngsten Staat Afrikas, war Mitte Dezember ein schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem im Jahr 2013 entmachteten Machar eskaliert, der sich unter anderem zu einem Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Nuer und der Dinka ausgeweitet hat. Seit Beginn des bewaffneten Konflikts in dem erst im Jahr 2011 gegründeten nordostafrikanischen Staat wurden tausende Menschen getötet. Etwa 900.000 Zivilisten sind auf der Flucht. Die Vereinten Nationen sind derzeit mit rund 8500 Blauhelmsoldaten im Südsudan vertreten.

Die USA und Frankreich forderten am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat internationale Sanktionen gegen die Konfliktparteien im Südsudan. Der französische UN-Botschafter Gérard Araud sagte, es müsse auch darüber nachgedacht werden, ob mit Kiirs Regierung überhaupt noch eine Zusammenarbeit möglich sei.

re/se (afp, rtr, epd)

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