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Kultur

Kestner-Museum in Hannover lässt Palmyra aufleben

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" zerstörte die antiken Bauwerke der syrischen Oasenstadt Palmyra. Eine Ausstellung in Hannover stellt ab Donnerstag Zeichnungen der Tempel aus dem 18. Jahrhundert Fotografien gegenüber.

Syrien Oasenstadt Palmyra (picture-alliance/dpa/V. Sharifulin)

Die UNESCO-Kulturerbestätte Palmyra in Trümmern

"Die Stadt ist nicht nur ein Symbol für eine frühe Hochkultur." Sie stehe auch für die Barbarei und die Zerstörungswut der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), sagte der Direktor des Kestner-Museums Thomas Schwark am Mittwoch in Hannover. Das Museum wolle mit der Sonderausstellung "Palmyra. Was bleibt? Syriens zerstörtes Erbe" auf einen "unerträglichen Kulturgut-Verlust" hinweisen. Kuratorin Anne Viola Siebert ergänzte, dass es darum ginge, mit den Mitteln, die Museumsmachern zur Verfügung stehen, zu reagieren.

Palmyra in Syrien (REUTERS/O. Sanadiki)

Syrische Soldaten fahren im April 2016 am einstigen Triumph-Bogen Palmyras vorbei

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen rund 20 rekonstruierende Zeichnungen des französischen Künstlers, Archäologen und Architekten Louis-François Cassas (1756-1827) von Bauwerken wie dem Baal-Tempel. Kuratorin Anne Viola Siebert wies darauf hin, dass auch Cassas Ende des 18. Jahrhunderts Ruinen gesehen habe, aber das seien normale Verschleißspuren gewesen. Diesen Rekonstruktionen werden Fotografien des libanesischen Pressefotografen Joseph Eid gegenübergestellt, die Palmyras Bauwerke in den Jahren 2014 und 2016 - vor und nach der Zerstörung - zeigen.

Vor rund zwei Jahren sprengte der "Islamische Staat" die meisten antiken Bauwerke in der Oasenstadt. Anfang 2017 kam es zu weiteren Zerstörungen. Seit 1980 gehört die syrische Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Sonderausstellung des Museums August Kestner, "Palmyra. Was bleibt? Syriens zerstörtes Erbe", läuft bis zum 9. Juli.


cp/bb (dpa, epd)

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