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Politik

Kerry zieht auf und davon

John Kerry bleibt der Favorit der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftskandidatur. Am Wochenende konnte er seinen Siegeszug bei den Vorwahlen fortsetzen.

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In Siegeslaune: John Kerry

US-Senator John Kerry hat seine Siegesserie im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten am Sonntag (8.2.2004) im Bundesstaat Maine fortgesetzt. Bei den Parteiversammlungen in Maine entfielen fast die Hälfte aller Stimmen auf den Senator aus Massachusetts. Deutlich abgeschlagen auf Platz zwei lag der noch Ende vergangenen Jahres als Favorit gehandelte Howard Dean.

Insgesamt konnte Kerry damit zehn der zwölf bisherigen Abstimmungen für sich entscheiden, zuletzt am Samstag (7.2.2004) im Industriestaat Michigan und im liberalen Westküstenstaat Washington.

Wenig Chancen für andere Bewerber

Die anderen Bewerber, darunter der frühere NATO-Befehlshaber Wesley Clark und Senator John Edwards sowie Dean, kündigten am Sonntag in getrennten Talkshows im Fernsehen an, sie wollten trotz des Vorsprungs von Kerry nicht aufgeben.

Umfragen sehen Kerry allerdings auch in den drei noch verbleibenden Abstimmungen vorn. Am Dienstag (19.2.2004) finden die Vorwahlen in Virginia und Tennessee statt; am 17.2.2004 im Bundesstaat Wisconsin am 17. Februar. Das Nominierungsverfahren der Demokraten besteht aus einem komplizierten System von Vor- und Urwahlen in den einzelnen Bundesstaaten. Der Präsidentschaftskandidat wird im Juli 2004 auf einem Parteikonvent in Boston bestimmt. Die Republikaner haben auf Vorwahlen verzichtet.

Der Gegner heißt Bush

Inzwischen gilt der langjährige Senator und Vietnamkriegsveteran Kerry den meisten Wählern in der Demokratischen Partei als der am besten geeignete Kandidat, um Präsident Bush bei den Wahlen im November 2004 schlagen zu können. Er selbst gab sich am Wochenende entsprechend kämpferisch: "Ich habe Neuigkeiten für Goerge Bush, Karl Rove und den Rest seiner Freunde: Ich werde nicht zurückweichen. Ich bin ein Demokrat, der es versteht zu kämpfen und ich habe gerade erst damit angefangen."

Howard Dean

Howard Dean

Howard Dean dagegen muß nun alles auf eine Karte setzen. Entweder er gewinnt die Vorwahl im Bundesstaat Wisconsin am, so hatte er es in der vergangenen Woche angekündigt, oder der Ex-Gouverneur von Vermont wird aus dem Rennen aussteigen. Für die beiden anderen Konkurrenten Kerrys, den Senator aus North Carolina, John Edwards, und den früheren Natogeneral Wesley Clark, kommt die Stunde der Wahrheit möglicherweise noch früher.

Beide Bewerber gelten aufgrund ihrer Herkunft vor allem in den Südstaaten der USA als chancenreich und hatten in Washington und Michigan gar keinen Wahlkampf betrieben. Am kommenden Dienstag müssen sie deshalb zumindest eine der beiden Vorwahlen in den südlichen Bundestssaten Virginia und Tenessee gewinnen, wollen sie sich überhaupt noch Hoffunungen machen, Kerry bis zum Wahlparteitag der Demokraten im Juli einholen zu können. Doch die Chancen hierfür stehen nicht gut. (kas)

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