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Politik

Kerry wird nominiert, Edwards gefeiert

Bevor die US-Demokraten Kerry erwartungsgemäß zu ihrem Präsidentschaftskandidaten machten, begeisterte sein "Running Mate" Edwards den Parteitag mit einer engagierten und emotionalen Rede.

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John Edwards in Boston

Auf dem Nominierungsparteitag in Boston haben die US-Demokraten John Kerry, den Senator aus Massachusetts, nun auch offiziell zum Kandidaten für das Präsidentschaftsamt gekürt. Bevor die Delegierten am Mittwoch (28.7.2004) ihre Stimmen wie erwartet für Kerry abgaben, sorgte sein "Running Mate" Edwards für Hochstimmung auf dem Parteitag - mit einer Rede, die Hoffnung und Optimismus verbreitete.

Armut zum Thema machen

Edwards, der sich aus kleinen Verhältnissen zum Staranwalt und Senatoren empor arbeitete, verkörpert selbst den amerikanischen Traum von unbegrenzten Möglichkeiten. Und der Kandidat für das zweithöchste Amt der Vereinigten Staaten erinnerte an das Los der 35 Millionen Amerikaner die unterhalb der Armutsgrenze leben und denen er eine bessere Zukunft versprach.

"Wir dürfen über Armut nicht nur reden, wir müssen etwas tun. Wir haben da eine moralische Pflicht. Inmitten unseres Reichtums müssen Kinder hungrig zu Bett gehen und haben nichts Warmes zum Anziehen. Millionen von Amerikanern arbeiten hart für einen Minimallohn und ihre Familien leben trotzdem in Armut. Das ist falsch", sagte Edwards, der für das Amt des US-Vizepräsidenten kandidiert.

Botschaft an El Kaida

Er kündigte an, dass unter einem Präsidenten Kerry der Mindestlohn erhöht und der Gesundheitsschutz für Kinder und Familien verbessert werden soll. Finanziert werden soll das mit einer Rücknahme der Steuersenkungen für die Superreichen, die der republikanische Präsident George W. Bush durchgesetzt hatte.

Außenpolitisch versprach Edwards eine Fortsetzung der Anti-Terrorbekämpfung. Und für die Terroristen des Terrornetzwerkens El Kaida hatte er eine deutliche Botschaft parat: "Ihr könnt nicht flüchten, ihr könnt Euch nicht verstecken, wir werden Euch zerstören."

Gegen Alleingänge

Edwards kündigte an, das die USA unter seiner und Kerrys Führung das US-Militär stärken würden mit zusätzlichen Investitionen in Personal und Technologie. So, dass jeder Feind in der Welt geschlagen werden könne. Edwards sprach sich aber auch gegen amerikanische Alleingänge aus. Man werde mit den Verbündeten zusammenarbeiten, so habe man den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg gewonnen, und dies sei auch das Rezept zur Stabilisierung des Irak.

"Mit einem neuen Präsidenten, der unsere Bündnisse stärkt und anführt, können wir auch die NATO zur Hilfe im Irak bewegen. Wir können dafür sorgen, dass Syrien und der Iran einem demokratischen Neuaufbau im Irak nicht länger im Wege stehen. Und wir können der irakischen Wirtschaft helfen, indem wir andere Länder zum Schuldenerlass bewegen. Wir werden es im Irak richtig machen", kündigte der Kandidat für das Amt des Vize-Präsidenten an.

Kerry läuft sich warm

Präsidentschaftsanwärter Kerry war am Mittwoch in Boston eingetroffen. Er wird am Donnerstag (29.7.2004) zum Abschluss des Parteitages zu den 4000 Delegierten sprechen. Zur Begrüßung sagte er am Mittwoch: "Ich kann Ihnen gar nicht sagen wie sehr ich mich darauf freue, meine Vision mit dem amerikanischen Volk zu teilen. Von einem Amerika, dass Zuhause stärker sein wird und zudem respektiert in der Welt."



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