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Sport

Kerber und Kohlschreiber ausgeschieden

Philipp Kohlschreiber verliert sein Marathon-Match auf dem Sand von Paris gegen Favorit Andy Murray. Angelique Kerber zeigt eine desolate Leistung und scheidet ebenso aus. Auch Roger Federer ist nicht mehr dabei.

Jetzt ist nur noch Andrea Petkovic übrig. Als einzige deutsche Tennisspielerin hat sie die erste Woche der French Open in Paris überstanden. Am Montag (02.06.2014) trifft sie im Kampf um den Einzug in die Runde der besten Acht auf die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens.

Für Philipp Kohlschreiber und Angelique Kerber ist das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres beendet. Während sich Kohlschreiber am Ende eines hochdramatischen Matches gegen den britischen Wimbledonsieger Andy Murray erst im fünften Satz mit 10:12 beugen musste, ließ sich Kerber, immerhin an Nummer acht gesetzt, in weniger als einer Stunde von der Kanadierin Eugenie Bouchard (Nr. 18) vom Platz fegen. Das 1:6, 2:6 spiegelte dabei die Kräfteverhältnisse auf dem roten Sand von Roland Garros durchaus wider. Kerber hatte nicht den Hauch einer Chance, wirkte kraft-, mut- und ideenlos und kassierte ihre höchste Niederlage seit über einem Jahr. "Das war ein schwarzer Tag für mich heute. Es ging gar nichts. Ich weiß nicht, warum", kommentierte sie ihre schwache Vorstellung.

Nur mit Mühe schaffte Vorjahresfinalistin Maria Scharapowa aus Russland den Sprung ins Achtelfinale. Die Paris-Siegerin von 2012 gewann mit 3:6, 6:4 und 6:0 gegen die Australierin Samantha Stosur. Die frühere Tennis-Weltranglisten-Erste Scharapowa lag im zweiten Durchgang mit 3:4 zurück, schaffte aber noch die Wende und nach 2:03 Stunden im 16. Vergleich den 14. Sieg über Stosur. Scharapowa trifft am Dienstag (03.06.2014) auf die Spanierin Garbiñe Muguruza.

Kohlschreiber mit starker Leistung

Tennis French Open Philipp Kohlschreiber

Philipp Kohlschreiber: Gekämpft und doch verloren

Bei den Herren muss Philipp Kohlschreiber die Heimreise antreten, zuvor hatte er dem Schotten Andy Murray aber einen großen Kampf geliefert. Am Samstag hatte die Partie beim Stande von 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 7:7 im fünften und entscheidenden Satz

wegen Dunkelheit abgebrochen

werden müssen, die Fortsetzung am Sonntagmittag entschied Murray dann mit 12:10 für sich. "Momentan bin ich schon leer und enttäuscht. Die Emotionen waren total besonders. Letztendlich sitze ich hier mit einer Drittrunden-Niederlage, das tut mehr weh als zu sagen, das war ein tolles Spiel", sagte Kohlschreiber. Zum Abschied hatte er auf dem Court Suzanne Lenglen den Daumen gehoben, aber den Kopf gesenkt. "Ich habe alles gegeben. Es ging nur um ein paar Punkte. Leider muss jemand verlieren. Ich hatte meine Chancen und konnte sie nicht nutzen", sagte der spielerisch gleichwertige Deutsche.

Die französischen Fans feierten den Deutschen mit "Philippe"-Rufen an - doch es nützte nichts mehr. Erst vergab der 30-Jährige einen Breakball zum 10:9, dann verhinderte Murray mit einem glücklichen Netzroller zwei weiteren Chancen für ein 11:10. Nach 40 Minuten Restspielzeit war Kohlschreiber machtlos, als Murray seinen zweiten Matchball mit einer Rückhand nutzte. Insgesamt dauerte die Partie 4:07 Stunden. "Philipp hat großes Tennis am Ende des vierten und im fünften Satz gespielt", sagte der Sieger und meinte über das Match: "Ich glaube, das war ziemlich hoher Standard."

Federer verpasst das Viertelfinale

Auch für Roger Federer sind die French Open bereits im Achtelfinale beendet. Der langjährige Weltranglisten-Erste aus der Schweiz unterlag dem Letten Ernests Gulbis 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 2:6, 6:4, 3:6. Federer vergab im zweiten Durchgang zwei Satzbälle und verlor nach 3:42 Stunden. Damit geht das große Favoritensterben in Paris weiter. Bei den Frauen sind bereits die Williams-Schwestern und die Chinesin Li Na ausgeschieden, insgesamt sind nur noch drei der Top-10-Spielerinnen im Turnier. Bei den Männern ist Federers Landsmann Stanislas Wawrinka, die Nummer drei der Weltrangliste, nicht mehr dabei.

Der Weltranglistenzweite Novak Djokovic konnte seine Mission Titelgewinn bei den French Open mit dem Einzug ins Viertelfinale fortsetzen. Der serbische Schützling von Coach Boris Becker machte beim 6:1, 6:4 und 6:1 gegen Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich in 1:29 Stunden kurzen Prozess. In der Box auf dem 15.000 Zuschauer fassenden Court Philippe Chatrier spendete Becker immer wieder Applaus und zeigte nach dem verwandelten Matchball von Djokovic die berühmte Faust. In der Runde der letzten Acht trifft der 27-Jährige auf Aufschlagspezialist Milos Raonic aus Kanada, der glatt mit 6:3, 6:3 und 6:3 gegen den Spanier Marcel Granollers gewann.

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