Kerber kämpft sich ins Viertelfinale | Sport | DW | 22.01.2018
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Australian Open

Kerber kämpft sich ins Viertelfinale

Angelique Kerber trennen nur drei Punkte vom Aus bei den Australian Open. Doch dann dreht die Deutsche noch das Spiel gegen ihre Gegnerin aus Taiwan und gewinnt auch ihr 13. Spiel in Folge.

Angelique Kerber hat mit einem Kraftakt über drei Sätze das Viertelfinale der Australian Open erreicht. Die 30 Jahre alte Kielerin setzte sich in Melbourne nur mit großer Mühe 4:6, 7:5, 6:2 gegen Su-Wei Hsieh aus Taiwan durch. Gegen die Nummer 88 der Tennis-Welt lag Kerber im zweiten Satz 4:5, 0:15 zurück,konnte die teilweise spektakuläre Partie aber noch drehen und verwandelte nach 2:08 Stunden ihren dritten Matchball.

"Sie hat so stark angefangen und ein unglaubliches Match gespielt. Ich habe alles aus mir rausgeholt und versucht, jeden Ball zurückzubringen", kommentierte Kerber nach der Partie. Im Kampf um den Einzug in das Halbfinale trifft die Australian-Open- und US-Open-Siegerin von 2016 am Mittwoch auf Madison Keys aus den USA. Im direkten Vergleich führt Kerber 6:1. "Das wird wieder ein schweres Match. Ich versuche so zu spielen, wie ich in den letzten Wochen gespielt habe", sagte Kerber.

Die Moral stimmt

Australian Open Angelique Kerber vs Hsieh Su-We (Reuters/T. Peter)

Mit einem Kraftakt dreht Angelique Kerber die Partie und erreicht das Viertelfinale von Melbourne

Gegen Hsieh tat sich die letzte im Feld verbliebene Deutsche anfangs extrem schwer. Gegen das unorthodoxe Spiel ihrer zwei Jahre älteren Gegnerin mit der beidhändigen Vorhand und den immer wieder eingestreuten Stoppbällen fand sie lange nicht die richtigen Mittel. Mit einem Netzroller holte sich Hsieh nach 40 Minuten Satz eins.  "Was soll ich denn machen?", rief Kerber, als sie im zweiten Durchgang 4:5 in Rückstand geriet und blickte etwas ratlos in Richtung ihres neuen Trainers Wim Fissette aus Belgien. Doch nach dem 5:5 gelang ihr ein Break zum 6:5, das anschließende Aufschlagspiel gewann Kerber zu Null und machte nach 56 Minuten den Satzausgleich perfekt.

Im dritten Durchgang schwanden bei der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin im Doppel etwas die Kräfte. Hsieh hatte in der zweiten Runde immerhin Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien und anschließend die an Nummer 26 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska aus dem Turnier geworfen. Nach mehr als zwei Stunden Schwerstarbeit nutzte Kerber ihren dritten Matchball und feierte ihren 13. Sieg nacheinander in dieser Saison nach den Erfolgen beim Hopman Cup und dem Titelgewinn beim Vorbereitungsturnier in Sydney.

Federer ohne Probleme, Djokovic raus

Der ehemalige Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ist bei seinem Grand-Slam-Comeback nach sechsmonatiger Verletzungspause im Achtelfinale ausgeschieden. Gegen das südkoreanische Super-Talent Chung Hyeon verlor der sechsmalige Melbourne-Sieger aus Serbien 6:7 (4:7), 5:7, 6:7 (3:7). Chung Hyeon hatte in der dritten Runde Alexander Zverev bezwungen und steht erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier im Viertelfinale.

"Ich kann es nicht glauben, ein Traum ist wahr geworden. Ich bin einfach nur glücklich. Als ich jung war, habe ich immer versucht, Novak zu kopieren, weil er mein Idol ist", sagte der 21-Jährige. Am Mittwoch trifft der Südkoreaner in einem Überraschungs-Duell auf Tennys Sandgren. Zwei Tage nach seinem Sieg gegen den Deutschen Maximilian Marterer rang der US-Amerikaner den an Nummer fünf gesetzten Österreicher Dominic Thiem 6:2, 4:6, 7:6 (7:4), 6:7 (7:9), 6:3 nieder. Auch Sandgren steht zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier unter den besten Acht.

Deutlich weniger Mühe hatte Titelverteidiger Roger Federer bei seinem 6:4, 7:6 (7:3), 6:2 gegen den Ungarn Marton Fucsovics. Der 19-malige Grand-Slam-Turniersieger aus der Schweiz bekommt es nun mit dem Tschechen Tomas Berdych zu tun. Eine Neuauflage des Vorjahres-Endspiels zwischen Federer und Rafael Nadal rückt damit immer näher. Der Spanier hat am Dienstag gegen den an Nummer sechs gesetzten Kroaten Marin Cilic die Chance auf den Einzug in das Halbfinale.

to/sn (dpa, sid)

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