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Kultur

Kennen Sie den? Stars in Salzburg

Kent Nagano, Cecilia Bartoli und Sir Simon Rattle. Sie sind nur einige der Stars, die bei den Salzburger Festspielen (26. Juli bis 31. August 2003) auftreten. Wer kommt sonst noch? Eine Auswahl.

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Cecilia Bartoli

Cecilia Bartoli: Geboren in Rom, erhielt sie ihre Gesangsausbildung am Conservatorio di Santa Cecilia – und durch privaten Unterricht bei ihren Eltern. Mit 22 Jahren gab sie ihr Operndebüt als Despina in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Cosi fan tutte". Gleich am Beginn ihrer Karriere stand die Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan und Daniel Barenboim. Mittlerweile sind Dirigenten wie Zubin Mehta oder Sir Simon Rattle hinzugekommen. Die barocke Musik, das Mozart-Fach und Gioachino Rossini bilden den Schwerpunkt in Bartolis Repertoire. Sie war am Zürcher Opernhaus, an der Mailänder Scala, der Metropolitan Oper, der Bayerischen Staatsoper, dem Opernhaus Covent Garden, bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und beim Maggio Musicale in Florenz zu Gast. Ebenso wichtig wie die Arbeit auf der Opernbühne ist für Bartoli die Pflege des Liedrepertoires. Bei den Salzburger Festspielen 2003 tritt sie während des Liederabends auf.

Placido Domingo

Placido Domingo

Placido Domingo: Er ist Künstlerischer Leiter der Los Angeles Oper und der Washington Opera und einer der bedeutendsten und vielseitigsten Künstler unserer Zeit. Am Konservatorium von Mexico Stadt studierte er Klavier, Gesang und Dirigieren, bevor er ein zweijähriges Engagement an der Israeli National Oper in Tel Aviv antrat. 1968 war er als Maurizio in Cileas "Adriana Lecouvreu" erstmals an der Metropolitan Oper zu hören. Außerdem ist er an der Mailänder Scala, der Wiener und Bayerischen Staatsoper, dem Londoner Royal Opera House, bei den Festivals in Bayreuth und Salzburg sowie an nahezu allen großen Bühnen der Welt aufgetreten. Sein Repertoire reicht von Wolfgang Amadeus Mozart und Hector Berlioz zu Peter Iljitsch Tschaikowsky. Domingos eigentliche Domäne aber sind die Hauptrollen in den Opern Giuseppe Verdis und Giacomo Puccinis. Während der vergangenen zehn Jahre hat er sich zunehmend auch als Wagner-Sänger einen Namen gemacht. Als Dirigent leitete Domingo Aufführungen an der Metropolitan Oper, am Royal Opera House Covent Garden und an der Los Angeles Oper. Bei den Salzburger Festspielen 2003 tritt er in "Samson et Dalila" auf.

Jewgenij Kissin: Als Sohn eines Ingenieurs und einer Pianistin wurde Kissin 1971 in Moskau geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Gnessin-Musikschule und später am Tschaikowsky-Konservatorium seiner Heimatstadt. Bereits früh zeigte sich Kissins außerordentliche Begabung: Mit zehn Jahren gab er seinen ersten Solo-Abend. Künstler wie Svjatoslav Richter oder Daniel Barenboim hörten den jungen Virtuosen und waren begeistert. 1988 wurde Kissin zu einem Vorspiel bei Herbert von Karajan geladen, der ihn spontan für das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker engagierte und damit den internationalen Durchbruch des Pianisten erwirkte. Mittlerweile hat Kissin mit allen führenden Orchestern und Dirigenten gearbeitet und den Wunderkind-Nimbus längst hinter sich gelassen. Neben solistischen Auftritten gilt seine Liebe gleichermaßen der Kammermusik. Bei den Salzburger Festspielen 2003 tritt er mit den Wiener Philharmonikern und während eines Soloabends auf.

Nagano Kent

Kent Nagano

Kent Nagano: Als Enkelsohn japanischer Einwanderer in die USA wurde Nagano 1951 in Berkeley geboren. Die westliche und die fernöstliche Tradition prägten gleichermaßen seine musikalische Erziehung: Schon in seiner Jugend erhielt er Unterricht nicht nur in Klavier, Klarinette und Bratsche, er erlernte auch das Spiel des Koto-Instruments. Erste praktische Erfahrungen sammelte er an der San Francisco Oper. 1984 assistierte Nagano Seiji Ozawa in Paris. Wenige Monate später gelangte er schlagartig zu internationaler Beachtung, als er kurzfristig für Ozawa beim Boston Symphony Orchestra mit Gustav Mahlers 9. Symphonie einsprang. 1989 wurde Nagano zum Leiter der Opéra de Lyon berufen, seit dem September 2000 ist er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin. Als Gast wurde er zu vielen bedeutenden Orchestern eingeladen: So leitete er die Berliner Philharmoniker, das Orchestre de Paris, das Leipziger Gewandhausorchester und das London Philharmonic Orchestra, er dirigierte an der Metropolitan Oper, an der Mailänder Scala – und bei den Salzburger Festspielen, wo er seit 1994 regelmäßig zu erleben ist. Bei den Salzburger Festspielen 2003 dirigiert er "Les contes d'Hoffmann".

Sir Simon Rattle: Am 23. Juni 1999 wählten die Mitglieder der Berliner Philharmoniker Rattle mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Künstlerischen Leiter: Mit Beginn der Spielzeit 2002/03 hat der britische Dirigent die Nachfolge von Claudio Abbado angetreten. Rattle wurde 1955 in Liverpool geboren. Er studierte an der Royal Academy of Music in London und begann seine Karriere 1974 als Assistant. Schon bald wurde er zu diversen Orchestern in Großbritannien eingeladen, darunter das London Philharmonic Orchestra. 1980 wurde Simon Rattle zum ersten Dirigenten des City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) berufen, 1990 dann zu dessen Chefdirigenten: Während seiner Amtszeit avancierte das CBSO zu einem der international führenden Klangkörper. Neben der kontinuierlichen Arbeit in Birmingham leitete Rattle die bedeutendsten Orchester der USA und Europas. Seit den späten 1970er Jahren widmet er sich auch verstärkt der Oper. Mit der Chefposition bei den Berliner Philharmonikern hat Rattle noch ein weiteres Amt übernommen: Im Frühjahr 2003 fanden die Osterfestspiele Salzburg erstmals unter seiner Leitung statt. Bei den Salzburger Festspielen 2003 dirigiert er zwei Konzerte der Berliner Philharmoniker.

Karl Heinz Stockhausen

Karlheinz Stockhausen

Karlheinz Stockhausen: Er wurde 1928 geboren und ist eine Ausnahmeerscheinung unter den zeitgenössischen Komponisten. Wie kaum ein anderer Musiker hat er mit seinem künstlerischen Ansatz Kritik und Publikum polarisiert und in begeisterte Anhänger und ebenso überzeugte Gegner gespalten. Seit 1977 ist er mit der Vollendung seines Hauptwerks, dem Musiktheaterzyklus "Licht – die sieben Tage der Woche", beschäftigt. Bis 2002 haben fünf Tage ihre szenische Uraufführung erlebt. Drei Teile von "Sonntag aus Licht" hatten in den Jahren 1999 bis 2003 Premieren. Die Uraufführung der vierten Szene "Düfte – Zeichen" findet im Rahmen der Salzburg Passagen am 29. August 2003 bei den Salzburger Festspielen statt. Eine Reihe von musikalischen Errungenschaften und Stilen wurden von Stockhausen entscheidend mitentwickelt und geprägt, darunter die Serielle, Punktuelle und Elektronische Musik. Zudem erarbeitete er neue Möglichkeiten der Synthese und Kombinationen von Musik und Sprache. Stockhausen hat die meisten Uraufführungen seiner Werke selbst dirigiert oder als Klangregisseur geleitet. Er ist Inhaber mehrerer Gastprofessuren an europäischen Hochschulen.

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