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Global Ideas

Kenia forstet auf, für größere Wälder und gegen den Krebs

Die Rinde des Prunus Africana bringt Wirkstoffe gegen zahlreiche Krankheiten, vor allem gegen Prostata-Krebs. Umweltschützer und Bevölkerung arbeiten gemeinsam für nachhaltige Erntemethoden und gegen illegale Abholzung.

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Projektziel: Die kenianische Umweltschutzorganisation Green Belt Movement will zusammen mit der Bevölkerung den zu großen Teilen abgeholzten Wald zurückgewinnen, um die Bodenerosion zu stoppen und die Artenvielfalt zu bewahren.
Projektgeschichte: 1977 gründete die Kenianerin Wangari Maathai das Green Belt Movement. Sie wurde zu einer zentralen Figur in der kenianischen Umweltschutz-, Frauenrechts- und Demokratiebewegung. 2004 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Projektgröße: Seit seiner Gründung hat das Green Belt Movement zusammen mit zahlreichen Dorfgemeinschaften mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt. Die Organisation hat zudem mehr als 30.000 Frauen weitergebildet, damit diese Geld in Forstwirtschaft oder Imkerei verdienen können.
Projektvolumen: Das Green Belt Movement finanzierte sich über Spenden, Gelder der Vereinten Nationen und ein eigenes Ökotourismus-Unternehmen. Die Internationale Klimaschutzinitiative des deutschen Umweltministeriums unterstützt Projekte zu Wiederaufforstung in Kenia und Äthiopien mit rund 1,5 Millionen Euro.

Die über Jahrtausende gewachsenen Wälder der Aberdare-Berge in Kenia sind in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker zurückgegangen. Mit ihnen verschwindet auch der bis zu 36 Meter hohe Prunus Africana. Der Baum steht seit 1998 auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Prunus Africana gilt als Wunderbaum der Naturheilkunde: Aus seiner Rinde gewinnen traditionelle Heiler in Kenia Medikamente gegen zahlreiche Krankheiten. Wegen seiner heilenden Wirkung bei Prostatakrebs ist der Baum auch bei europäischen Pharmakonzernen begehrt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, setzen sich für den Schutz des Baumes ein.

Ein Film von Hilke Fischer

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