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Musik

Kendrick Lamar bekommt MTV Video Music Award für besten Clip des Jahres

Der US-Rapper erhielt die begehrte Auszeichnung für das Video zum Song "Humble". Zum besten Künstler wurde in Los Angeles Ed Sheeran gekürt. US-Präsident Trump war dagegen ein Anti-Held der Show.

Für "Humble" hatte Kendrick Lamar auch schon den Preis für das beste Hip-Hop-Video des Jahres bekommen. Der 30-Jährige hatte die Show in Los Angeles einer aufwendigen Performance eingeläutet, bei der seine Tänzer ein brennendes Drahtgitter rauf und runter kletterten. In dem Video thematisiert der Rapper auf ironische Weise Ruhm und Reichtum und wird in zahlreichen Rollen dargestellt - vom Papst bis hin zu Jesus beim "letzten Abendmahl". Im Kampf um den Titel als bester Künstler musste sich Lamar jedoch dem Briten Ed Sheeran geschlagen geben.

Erstmals "Bester Kampf gegen das System"

Bester neuer Künstler wurde der R&B-Sänger Khalid. Pink bekam den Michael-Jackson-Vanguard-Award für ihre inzwischen bereits 15 Jahre dauernde Karriere. Erstmals wurde auch ein Preis in der Kategorie "Bester Kampf gegen das System" vergeben. MTV vergab ihn an alle sechs Nominierten zu gleichen Teilen, darunter K'Naan und John Legend, die mit ihren Videos auf die Lage von Einwanderern in den USA aufmerksam machten. In einem bewegenden Auftritt erhielt auch Susan Bro, die Mutter der am 12. August in Charlottesville getöteten Menschenrechtsaktivistin Heather Heyer, diese Auszeichnung.

Susan Bro, die Mutter der in Charlottesville getöteteten Heather Heyer (Foto: Getty Images/K. Winter)

Sorgte für einen hochemotionalen Auftritt: Susan Bro, die Mutter der in Charlottesville getöteteten Heather Heyer

Unter tosendem Applaus der Zuschauer teilte Bro die Gründung einer Stiftung mit, um das Vermächtnis ihrer Tochter zu bewahren: "Heute gebe ich den Start der Heather-Heyer-Foundation bekannt." Die Stiftung werde Stipendien vergeben, die es mehr Menschen ermöglichen sollten, sich Heathers Kampf gegen Hass anzuschließen. "Es hat mich tief bewegt, dass Menschen aus aller Welt in ihrem Mut Inspiration gefunden haben", sagte Bro. "Ich vermisse sie, aber ich weiß, dass sie heute hier ist."

Katy Perry mit Anti-Trump-Gags

Viele Stars nutzten die dreistündige Show für politische Aussagen und persönliche Ansprachen. Moderatorin Katy Perry kritisierte gleich zu Beginn mit mehreren Gags US-Präsident Donald Trump und fragte ins Publikum, wie die Leute ihn "verarbeiten". Die Haltung vieler Künstler war eindeutig. So sagte die Tochter von Michael Jackson, Paris Jackson, für Hass und Rassismus gebe es Null Toleranz.

sti/No (afp, ap, dpa, rtr)

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