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Wirtschaft

Keine schnelle Arcandor-Entscheidung

Der angeschlagene Warenhaus- und Touristikkonzern Arcandor muss noch länger um seine Zukunft zittern. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg machte am Montag deutlich, dass er keinen schnellen Beschluss über die vom Essener Konzern beantragten Staatsbürgschaften in Höhe von 650 Millionen Euro fällen will. "Das ist keine Aktion, die mit leichter Hand innerhalb von zwei Tagen zu bewältigen wäre", sagte zu Guttenberg. Sein Ministerium machte deutlich, dass die Hilfen den Wettbewerb nicht verzerren dürften. Mit der Entscheidung über die Garantien ist auch das Schicksal der Arcandor-Warenhaustochter Karstadt verknüpft, die Konkurrent Metro ins Visier genommen hat. Metro-Chef Eckhard Cordes hat Front gegen Bürgschaften gemacht. Der Düsseldorfer Handelsriese Metro will Kreisen zufolge die Karstadt-Warenhäuser des angeschlagenen Rivalen mit seinen Kaufhof-Häusern zusammenlegen. Metro wolle auch mit der Bundesregierung über einen Plan zur Schaffung einer neuen "Deutschen Warenhaus AG" sprechen, hatte Reuters aus dem Umfeld des Konzerns erfahren. An ihr wollten sich Metro und die Vermieter der Warenhaus-Immobilien jeweils mit knapp 50 Prozent beteiligen. Den Rest würden Banken und andere Investoren halten. Geplant sei es, das Unternehmen schließlich an die Börse zu bringen, wobei Metro Schlüsselinvestor bleiben solle.