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Kultur

Keine neue Philharmonie für München

Das bayerische Kabinett hat die Pläne für den Umbau der Münchner Philharmonie gebilligt. Viele Künstler und Musikfreunde hatten einen Neubau gefordert. Diese Option scheint nun endgültig vom Tisch zu sein.

Nach

jahrelangem Dauerstreit

hat die bayerische Landesregierung die Pläne für einen dritten Konzertsaal in München offiziell auf Eis gelegt."Wir wurden zum Narren gehalten", sagte Mariss Jansons, der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks auf einer Pressekonferenz in München. Dabei war ihm seine Verärgerung deutlich anzusehen. Die Politik habe zehn Jahre lang mit immer wieder neuen Ideen und Vorschlägen auf Zeit gespielt, so Jansons weiter. Die Symphoniker hatten gehofft, bei einem Neubau eine eigene Heimat zu bekommen. Bislang pendelt der international renommierte Klangkörper zwischen Gasteig und dem Herkulessaal hin und her.

Stattdessen: Umbau der Philharmonie am Gasteig

Deutschland, Pressegespräch zum Thema Konzertsaal in München

Mariss Jansons, Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters

Vor kurzem hatten der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verkündet, dass sie sich geeinigt hätten, keinen neuen Konzertsaal zu bauen, sondern die Philharmonie am Gasteig umzubauen. Viele Musikstars beklagten seit der Eröffnung im Jahr 1985 heftig die sehr schlechte Akustik. Eine Kernsanierung würde keine ausreichende Verbesserung ermöglichen, warnten die Kritiker. Über 19 Tausend Unterstützer unterzeichneten bis Dienstag eine Online-Petition für die Errichtung eines neuen Konzert- und Kulturzentrums in München. Mit der Zustimmung des Kabinetts für eine Kernsanierung, scheint der Traum von einem Neubau ausgeträumt zu sein.

cp / az (dpa, BR)

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