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Sport

Keine Medaille für Riesch

Maria Riesch hat bei der Heim-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen eine Medaille in der Super-Kombination verpasst. Die Olympiasiegerin in dieser Disziplin war allerdings auch gehandicapt in das Rennen gestartet.

Maria Riesch nach dem Slalom der WM-Superkombination. Foto: dapd

Erkältet, trotzdem gestartet

Schon nach dem Abfahrtsrennen lag Maria Riesch im Zielraum der Rennstrecke im Schnee und schnappte nach Luft. "Oben war es noch ganz okay", meinte die von einer Grippe geschwächte Lokalmatadorin. "Unten ist mir dann schon ein bisschen die Kraft ausgegangen, ich bin nicht mehr richtig in die Hocke gekommen."

Maria Riesch liegt nach dem Abfahrtsrennen der WM-Superkombinatin erschöpft im Schnee. Foto: dapd

Am Ende der Kräfte: Maria Riesch im Zielraum der Garmischer Abfahrtsstrecke

Schon vor dem entscheidenden Slalomlauf lag die 26-Jährige zwei Sekunden hinter der führenden Österreicherin Elisabeth Görgl. Im Slalom gab Riesch noch einmal alles. Mehr als Platz elf sprang jedoch nicht heraus. "Ich habe mich heruntergekämpft, aber das war heute nicht genug", meinte sie anschließend gefasst. Gold gewann überraschend die 21 Jahre alte Österreicherin Anna Fenninger vor der Slowenin Tina Maze und der Schwedin Anja Pärson.

Vonn verzichtete auf Slalom

Die Österreicherin Anna Fenninger, Weltmeisterin 2011 in der Super-Kombination. Foto: dapd

Weltmeisterin Fenninger

Ein Startverzicht sei für sie nicht in Frage gekommen, sagte Riesch. "Hallo, das ist eine Heim-WM", rief sie den jubelnden Zuschauern zu. Ihre Dauerrivalin Lindsey Vonn stieg dagegen bereits nach dem Abfahrtsrennen aus. "Das war ein Trainingslauf. Den Slalom wäre ich nur gefahren, wenn ich mich in der Abfahrt hundert Prozent fit gefühlt hätte", sagte die US-Amerikanerin. Vonn war vor einer Woche beim Training schwer gestürzt. Beim Super-G am Dienstag (08.02.2011) war die Abfahrts-Olympiasiegerin von Vancouver auf einem für sie enttäuschenden siebten Rang gelandet. Maria Riesch hatte mit Bronze ihre erste Medaille bei der WM in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

Kritik an der Kandahar-Abfahrt

Das nächste Duell der beiden gibt es an diesem Sonntag (13.02.2011) beim Abfahrtsrennen. Vorausgesetzt, beide fühlen sich fit genug, um auf der schweren Kandahar-Strecke anzutreten. Die Piste war in den vergangenen Tagen häufig kritisiert worden. Schlecht präpariert, zu eisig, zu viele Buckel, schlicht zu gefährlich, lauteten die Vorwürfe. "Ich habe Verständnis für die Läufer, sie stehen unter gewaltigem Druck", sagte Renndirektor Günter Hujara. "Aber wir arbeiten wie die Schweine da oben. Es ist nur für den zu hart, der nicht die richtige Abstimmung findet."

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Arnulf Boettcher

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