1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Amerika

Keine Gnade für Massenmörder Manson

Der als Mörder verurteilte US-Sektenführer Charles Manson bleibt weiter im Gefängnis. Die Morde seiner "Manson-Family" hatten 1969 weltweit Entsetzen ausgelöst.

Die Strafvollzugsbehörde von Kalifornien lehnte ein erneutes Gnadengesuch des 77-Jährigen ab. Gleichzeitig teilte die Behörde mit, Manson könne erst in 15 Jahren erneut seine Begnadigung beantragen - er wäre dann 92. Es war bereits das zwölfte Mal, dass ein Gnadengesuch Mansons abgelehnt wurde. Die Tatsache, dass der Zeitpunkt für ein mögliches neues Gnadengesuch auf das Jahr 2027 festgelegt worden sei, zeige, dass die Beamten den Sektenchef für "ziemlich ungeeignet für eine Begnadigung" hielten, sagte ein Sprecher. Manson nahm an der Sitzung der Behörde nicht teil.

Anhängern Morde befohlen

Der 1934 geborene Manson hatte in der Hippie-Ära in Kalifornien eine Kommune gegründet, die sich zu einer autoritär geführten rassistischen Sekte entwickelte. Als Anführer machte er sich die Mitglieder seiner "Manson-Family" mit Gewalt und Drogen gefügig. Im August 1969 ordnete Manson eine Mordserie an, die weltweit für Entsetzen sorgte. Mitglieder der Sekte töteten mit hunderten Messerstichen zunächst im Haus des Filmregisseurs Roman Polanski dessen schwangere Ehefrau Sharon Tate und vier weitere Menschen. Einen Tag später brachten sie den Geschäftsmann Leno LaBianca und dessen Ehefrau um. Die Motive für die Bluttaten sind immer noch ungeklärt.

Im März 1971 wurden Manson und seine engsten Anhänger wegen der Morde zum Tode verurteilt. Nach Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien wurde das Strafmaß in lebenslange Haft umgewandelt. Mit Manson befinden sich noch zwei seiner früheren Anhängerinnen in Haft. Im Januar 2011 war das 13. Gnadengesuch der wegen Mordes verurteilten Patricia Krenwinkel abgelehnt worden. Im Jahr zuvor war Leslie Van Houten mit ihrem Gesuch gescheitert. Die Sharon-Tate-Mörderin Susan Atkins starb im September 2009 nach 38 Jahren hinter Gittern an Krebs.

wl/wa (dpa, afp, dapd)