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Nationalmannschaft

Keine EM-Revanche gegen Frankreich

Mit großer Gelassenheit geht Bundestrainer Joachim Löw in das letzte Länderspiel des Jahres gegen die Franzosen. Im Tor bekommt ein Frankreich-Legionär eine Bewährungschance - zudem ist Löw voll des Lobes für den Gegner.

"Sie waren 2014 gut, 2016 noch besser und haben jetzt noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht", lobte Bundestrainer Joachim Löw den nächsten Gegner Frankreich vor dem abschließenden Länderspiel des Jahres 2017. Die Qualitätssteigerung in der Equipe Tricolore verbindet Löw auch mit dem Trainer: "Ich finde es gut, dass Didier Deschamps schon länger Nationaltrainer ist", so Löw. Deschamps, Weltmeister von 1998, coacht das französische Team seit 2012.

Gegen ihn und seine Spieler will Löw in Köln einen positiven Jahresabschluss schaffen (Anstoß 20:45 Uhr MEZ, ab 20:30 Uhr im DW-Audio-Livestream). Bislang hat das DFB-Team 2017 noch kein Spiel verloren. Damit das so bleibt, macht Löw klare Vorgaben: "Wir brauchen Spieler, die aufmerksam sind, ein hohes Tempo und hohe Emotionalität ins Spiel bringen", forderte der Bundestrainer. Das DFB-Team ist seit dem EM-Halbfinale gegen die Franzosen 2016 in 20 Spielen ungeschlagen. "Gegen Frankreich ist es nicht unbedingt eine Revanche, die gibt es zu dem Zeitpunkt nicht. Wir haben verloren, das kann man nicht zurückholen", sagte Löw mit Rückblick auf die Europameisterschaft im Nachbarland.

Offensive Franzosen

Ohnehin erwartet Löw sieben Monate vor dem WM-Turnier in Russland (14. Juni bis 15. Juli 2018) einen anderen Charakter des Duells. "Beide werden testen. Frankreich wird auch nicht alle Karten auf den Tisch legen", sagte der DFB-Chefcoach. Die eigene Marschroute werde etwas anders aussehen als beim jüngsten 0:0 in England, was auch am Gegner und dessen hervorragender Offensive liegt: "Das Interessante an Frankreich ist, dass auch Spieler aus der Abwehr und dem Mittelfeld ständig im Vorwärtsgang sind. Die sind gefährlicher als England", betonte Löw. "Darauf müssen wir uns einstellen."

Hamburg Toni Kroos und Sami Khedira (picture-alliance/dpa/T. Eisenhuth)

Die Weltmeister Toni Kroos (l.) und Sami Khedira (r.) kehren gegen Frankreich in die Startelf zurück

Damit alle Sinne geschärft sind, setzt der Bundestrainer auch personell neue Reize: Zwischen den Pfosten wird am Dienstagabend der bei Paris St. Germain zum Ersatztorhüter degradierte  Kevin Trapp stehen. Für ihn ist es der zweite Einsatz in der DFB-Auswahl. "Wir haben ein gutes Gefühl. Man merkt ihm im Training die fehlende Spielpraxis nicht an", sagte Löw. Außerdem rücken die Weltmeister Sami Khedira und Toni Kroos in die Anfangsformation. Ob Mario Götze nach einem Jahr Pause sein Comeback im Nationaltrikot geben wird, ließ Löw am Montag noch offen.

Noch viele Plätze frei

Nach wie vor verbesserungswürdig ist das Zuschauerinteresse an der letzten Partie der DFB-Elf in diesem Jahr: Nur rund 30.000 der 46.000 Tickets waren bis Montagmittag verkauft. Eine Tatsache für die Bundestrainer Löw aber durchaus Verständnis aufbringt: "Es finden so viele Spiele statt, auch in Köln mit dem Europapokal", sagte Löw. "Die Testspiele haben auch nicht mehr den ganz hohen Stellenwert wie früher und der Anstoß ist erst um 20.45 Uhr, das ist auch nicht perfekt für Familien mit Schulkindern."

Gelassenheit auch hier. Der Bundestrainer - so wirkt es - hat derzeit einfach alles im Griff. 

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