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Fußball

Keine Überraschung

Kaiserslautern mit guten Nerven: Der Erstliga-Aufsteiger verhinderte in der Verlängerung das vorzeitige Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals. Fünftligist TSV Windeck will am Montag Bayern München ärgern.

Lauterns Torschütze zum 1:1-Ausgleich, Srdjan Lakic (l), jubelt mit Mannschaftskollege Martin Amedick (Foto: dpa)

Eine Runde weiter: K'lautern

Puh, das war knapp. Der 1. FC Kaiserslautern war kurz davor, seinen Saison-Start zu verpatzen. Gegen den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück, der es in der vergangenen Saison immerhin bis ins Halbfinale geschafft hatte, gelang erst in der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer. In der Nachspielzeit dann die Pfälzer mit eine deutliche Leistungssteigerung. Am Ende gingen die Gäste mit einem 3:2-Sieg vom Platz. Souverän dagegen die Vorstellung von Eintracht Frankfurt. Gegen den drei Klassen tiefer spielenden SV Wilhelmshaven gewannen die Hessen mit 4:0.

In den zwei Zweitliga-Duellen am Freitag (13.08.2010) setzte sich der FSV Frankfurt mit 2:0 gegen den SC Paderborn durch, und der FC Ingolstadt ist ebenfalls mit demselben Ergebnis gegen Karlsruhe eine Runde weiter. Für den VfB Lübeck ist dagegen Schluss: Der Regionalligist unterlag dem MSV Duisburg aus der zweiten Liga ebenfalls mit 0:2. Es gab auch ein Elfmeterschießen, und zwar zwischen Drittligist Jahn Regensburg und Arminia Bielefeld aus der zweiten Liga. Dort setzten sich die Gäste am Ende mit 6:5 durch.

"Jahrtausendspiel"

Pokalsieger 2010: Bayern München nach einem 4:0-Sieg über Werder Bremen (Foto: AP)

Pokalsieger 2010: Bayern München nach einem 4:0-Sieg über Werder Bremen

26 weitere Partien gibt es in dieser ersten Runde des DFB-Pokals. Das ganz große Los hat der TSV Germania Windeck gezogen. Die Amateure aus dem Rhein-Sieg-Kreis bekommen es am Montag mit dem Titelverteidiger zu tun: "Bayern München - das ist galaktisch. Schalke war beim 0:4 vor einem Jahr unser Jahrhundertspiel, das gegen die Bayern wird zu unserem Jahrtausendspiel", sagte Heinz Georg Willmeroth, Präsident des Vereins aus der fünften Liga.

Die Windecker spekulieren mit mindestens 32.000 Zuschauern, wird die Partie doch im Kölner WM-Stadion ausgetragen. Schon vor einem Jahr bestritt der Club seine damalige Premiere im DFB-Pokal ebenfalls in Köln. Gegen den FC Schalke 04 gab es ein 0:4. Illusionen, den Rekordgewinner (15 Titel) aus München bezwingen zu können, macht sich allerdings keiner aus dem kleinen Ort. "Die Bayern werden wir nicht ausschalten können", meinte Trainer Heiko Scholz. "Unser Sieg war schon das Los", ergänzte der ehemalige Fußball-Profi.

Schalke als "Sahnehäubchen"

Vizemeister Schalke 04 muss diesmal bei Drittliga-Aufsteiger VfR Aalen aus Baden-Württemberg antreten - "das Sahnehäubchen nach unserem Aufstieg", sagte VfR-Sprecher Sebastian Gehring. Trainer Rainer Scharinger sieht sein Team als krassen Außenseiter. "Wer ein bisschen realistisch ist, der weiß, dass es eine deutliche Sache werden wird, denn wir spielen gegen einen Champions League-Teilnehmer", konstatierte Scharinger.

Reine Bundesliga-Duelle gibt es diesmal in der ersten Runde nicht, dafür fünf Auseinandersetzungen zwischen Drittligisten und Erstliga-Vereinen. Mario Basler, neuer Trainer von Wacker Burghausen, will dabei gegen Borussia Dortmund für eine Überraschung sorgen. Der ehemalige Nationalspieler verspricht "eine Mannschaft, die alles dafür tun wird, damit die Leute zufrieden nach Hause gehen". Mit Eintracht Trier war Basler bereits in der letzten Saison zum Pokalschreck geworden: Nacheinander bezwang die Elf Hannover 96 und Arminia Bielefeld, ehe der 1. FC Köln im Achtelfinale das Aus bedeutete.

HSV will Wiedergutmachung

Der Hamburger José Paolo Guerrero (Foto: dpa)

Große Ziele: HSV-Spieler Guerro

Pokalfinalist Werder Bremen reist zum westfälischen Zweitliga-Absteiger Rot Weiss Ahlen. Und der HSV will nach einer enttäuschenden Saison mit einem Sieg im DFB-Pokal beim Oberligisten Torgelower SV Greif aus Mecklenburg-Vorpommern für neues Selbstvertrauen sorgen: "Wir haben einiges vor und werden versuchen, dieses Jahr vieles besser zu machen", sagte HSV-Verteidiger Guy Demel.

Ebenfalls in die Fußball-Provinz muss der 1. FC Köln reisen. Die Mannschaft spielt gegen den Regionalligisten ZFC Meuselwitz aus Ostthüringen. Die zweite Pokal-Runde findet am 26. und 27. Oktober statt. Das Finale wird am 21. Mai 2011 in Berlin ausgetragen.

Autor: Arnulf Boettcher (sid, dpa)
Redaktion: Sarah Faupel