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Afrika

Keine Überraschung bei Parlamentswahl in Mauritius

Nach einer Wahl mit hoher Beteiligung hat das Bündnis von Premierminister Ramgoolam die Parlamentswahlen gewonnen. Herausforderer Berenger gestand seine Niederlage ein, kritisierte jedoch die Wahlberichterstattung.

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Hat die Wahl verloren: Paul Berenger

"Mauritius ist der Sieger dieser Wahl" erklärte Premierminister Navin Chandra Ramgoolam nach Bekanntwerden seines Wahlsieges am Mittwoch (05.05.2010) selbstsicher. Seine Koalition konnte 41 Sitze im Parlament erringen. Von den insgesamt 70 Mandaten ist die Besetzung von acht Sitzen noch ungewiss, da sie nach einer komplizierten Formel vergeben werden, um das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppe zu gewährleisten. Neben der Mehrheit von Hindus ist die Bevölkerung der Inselgruppe Mauritius sowohl durch Muslime, Chinesen als auch Einwohnern mit europäischen Wurzeln geprägt.

Vorbild-Demokratie in Afrika

Insgesamt waren 900.000 Mauretanier zur Wahl aufgerufen. Ganze 80 Prozent der Bewohner folgten der Aufforderung und wählten ihre Kandidaten unter den mehr als 500 Kontrahenten. Die zentrale Frage aber war, ob Premierminister Ramgoolam im Amt bleiben oder von seinem Amtsvorgänger Paul Berenger abgelöst werden würde. "Die Ergebnisse der Wahl sind eindeutig. Zum ersten Mal seit 1991 ist eine Regierung wiedergewählt worden," erklärte der 63-Jährige Premierminister erfreut. Sein Herausforderer gestand direkt nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse seine Niederlage in einer Radioansprache ein. Er kritisierte jedoch das nationale Fernsehen. Der Sender habe parteiisch über den Wahlkampf berichtet, so sein Vorwurf.

Mauritius, das 1968 seine Unabhängigkeit von England erlangte, gilt als Vorbild für Demokratie in Afrika. Die stabilen politischen Verhältnisse ermöglichen dem Land eine robust Wirtschaft mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 6400 Dollar.

Autorin: Lidet Abebe (afp, afpe, rte)

Redaktion: Stephanie Gebe