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Afrika

Keine Überlebenden beim Flugzeugabsturz in Mali

Alle 116 Insassen des abgestürzten Flugzeugs der Air Algérie sind ums Leben gekommen. Das bestätigte der französische Präsident Hollande. Nun beginnt die Suche nach der Unglücksursache.

"Niemand hat den Absturz des Flugzeuges überlebt", sagte der französische Präsident François Hollande im Elysée-Palast in Paris. Das bedeutet, alle 116 Insassen kamen ums Leben. Die Trümmer der abgestürzten Maschine der algerischen Fluggesellschaft wurden in der malischen Region Gossi nahe der Grenze zu Burkina Faso gefunden.

Die Bergungskräfte entdeckten inzwischen einen Flugdatenschreiber. Diese sollen möglichst schnell ausgewertet werden. Den Angehörigen der Todesopfer sprach Hollande sein Beileid aus. Zur Unglücksursache sagte er: "Es gibt meteorologische Hypothesen, aber keine ist auszuschließen." Französische Soldaten haben die Absturzstelle erreicht und sichern diese ab. Vor Ort sollen sie laut Hollande erste Informationen zur Unglücksursache sammeln.

Nach Angaben der spanischen Fluggesellschaft Swiftair, die den Flug von Ouagadougou nach Algier im Auftrag der algerischen Airline durchführen sollte, waren unter den Insassen 51 Franzosen, 24 Bürger Burkina Fasos, acht Libanesen, sechs Algerier, fünf Kanadier, zwei Luxemburger sowie jeweils ein Fluggast aus Mali, Belgien, dem Niger, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Rumänien und der Schweiz. Die sechs Besatzungsmitglieder stammen aus Spanien. Nach Angaben der Fluglinie waren auch vier Deutsche an Board. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte dagegen nur, "dass auch deutsche Staatsbürger an Bord des Flugzeuges gewesen sein können."

Wetter als Unglücksursache?

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve schloss einen Abschuss durch eine Rakete oder ein Bombenschlag aus. "Wir denken, dass dieses Flugzeug aus Gründen abgestürzt ist, die etwas mit den Wetterbedingungen zu tun hatten." Er erklärte: "Die Trümmer liegen in einem begrenzten Bereich. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Wrack auf dem Boden zerschellt ist und dass es keine Explosion während des Fluges gab."

Im Gegensatz dazu warnte der französische Verkehrs-Staatssekretär Frédéric Cuvillier davor, sich auf die schlechten Wetterbedingungen als Unglücksursache zu konzentrieren. "Das Wetter allein verursacht nicht solche schweren Unfälle", sagte er. Vermutlich seien noch andere Probleme, eventuell technischer Natur, hinzugekommen. Die Regierung in Paris ist besonders beteiligt, weil 51 der Passagiere aus Frankreich kommen.

am/kle (afp, dpa, ape)

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