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'Kein Volkssport, sonder Diebstahl'

Die DW-User beschäftigten sich in dieser Woche mit dem Fall Zumwinkel, der Forderung nach der Einführung der Scharia in Großbritannien und Erdogans Besuch in Deutschland.

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Scharia für britische Muslime?

Erzbischof Rowan Williams hat sich von der Realität entfernt, ein Rechtsystem, das einem europäischen Land kulturfremd ist, einführen zu wollen. Zu Recht haben britische Politiker sowie Huber in Deutschland den Vorschlag Williams zurückgewiesen. Hat Williams hat an die Konsequenzen gedacht? Man nehme an, jemand habe Unrecht getan, und um die gerechte Strafe zu umgehen, wechsele er einfach seine Religionszugehörigkeit. Nach welchem Gesetz soll er dann bestraft werden? Mit einer Einführung der Scharia sorgt Williams für Chaos in der Rechtsordnung. Würde Saudiarabien europäisches Recht um Schutz christlicher Buerger einführen?

Kai Nicholson, Indonesien

Es ist völlig unverständlich, dass das von einem britischen Erzbischof kommt. Selbst hier in Indonesien will die Mehrheit der Muslims kein Sharia. Auch dort ist nicht die Mehrheit damit einverstanden was mir dort gesagt wurde. Ich arbeite nämlich in Aceh. Man kann nicht verschiedenes Recht fuer unterschiedliche Gruppen praktizieren.

Hartmut Sieber, Indonesien

Rowan Williams sollte sich allen Ernstes auf seinen geistigen Zustand untersuchen lassen. Offensichtlich ist bei ihm nicht nur eine Sicherung durchgeknallt.

D.Schubert

Erdogan in Deutschland

Ich finde es eine Frechheit und sehr schlechte Diplomatie, wie sich Herr Erdogan in Deutschland aufgeführt hat. Es scheint nicht um die armen Toten zu gehen, sondern um seine Innenpolitik. Wenn er sich dies in den USA erlaubt hätte, würde er Hausverbot bekommen. Mit Sicherheit ist Erdogan kein Mann für Europa.

H.W. Karten, USA

Demokratien mit ihrer Toleranz und allen gelebten weil gesetzlich verankerten Grundrechten sind für viele muslimische Politiker nur schwache Staaten. Deren "Schwächen", die in Deutschland auf Grund der Zeit des Dritten Reiches teilweise besonders ausgeprägt sind, werden schamlos genutzt, um die Islamisierung der Welt weiter voran zu treiben. Zu diesen schamlosen Menschen zähle ich auch Erdogan. Ein Wolf im Schafpelz, ein echter Brandstifter

Friedrich-Wilhelm Hütter

Ich bin selbst mit einer Ausländerin verheiratet und wir leben in Deutschland. Meiner Frau empfiehlt in Gesprächen mit Ausländern aus eigener Erfahrung, dass es am leichtesten ist, sich in Deutschland einzuleben, wenn man möglichst schnell die Sprache verstehen und relativ gut selbst kommunizieren kann. Diese Erfahrung dürfte wohl für jedes Land gelten. Ich selbst habe einige Jahre im Ausland gelebt; mit Deutsch wäre ich nicht weit gekommen. Mit dem Ziel einer Integration sehe ich Schulen in nicht-deutschen Sprachen generell als kontraproduktiv an, egal, ob heute türkisch und später arabisch oder russisch. Weiteres Problem: Türkischsprachiger Unterricht könnte schnell das Recht auf andere Sprachforderungen zur Folge haben. Was hätte das dann noch mit Integration zu tun?

Ulrich Lützner

Aus den Geschehnissen am Sonntag in Köln lernt man: 1. Man kann neu überlegen, ob es weise ist, einen ausländischen Nationalisten im eigenen Land seinen Wahlkampf abzuhalten. 2. Man kann überdenken, ob man nicht als Gastgeber des Herrn Erdogan auch gewisse Pflichten des Gastes einfordert. 3. Von meinem Staat würde ich mir wünschen, dass er allen in Deutschland lebenden Menschen klar die Spielregeln für ein Leben in Deutschland vermittelt.

Karl Raewing

Zumwinkels Fall

Nur die Reichen haben Geld zu hinterziehen, die armen nützen ihre Münzen, um Brot zu kaufen. Und trotzdem zahlen auch die Armen, die beste oder schlechteste Steuer: die Mehrwertsteuer. Finanzielle Skandale kommen immer aus der Elite, niemals von Arbeitern oder Angestellten. Steuerhinterziehung ist kein Volkssport, sondern Diebstahl der Eliten.

Francois Le Pévédic, Frankreich

Die Steuerhinterziehung wird natürlich in Deutschland provoziert: Zu hoch, viel, viel zu hoch sind die Abgaben und Steuern. Wenn das so weitergeht, dann wird Arbeit Luxus und mit Dummheit gleichgesetzt.

Daniel Borer

Diese Managerkaste ist für den Niedergang der Volkswirtschaft verantwortlich. Egal wie viel Missmanagement getrieben wird, sie wird in jedem Falle fürstlich dafür auch noch mit Wahnsinnsabfindungen honoriert - siehe Schremp, Sommer, Zumwinkel, US-Finanzskandal usw. Und wer trägt die Kosten? Na, wer wohl! Aber solange die Politik mit im Boot sitzt und die Manager nicht in Familienhaftung genommen werden, wird der Turbokapitalismus weiterhin sein Unwesen treiben. Was muss noch geschehen, damit das Volk friedlich auf die Strasse geht?

Albert Lohse