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Aktuell Europa

Kein Treffen mit der Türkei vor dem EU-Gipfel

Das Treffen von elf EU-Staaten mit der Türkei zur Flüchtlingskrise ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der türkische Ministerpräsident Davutoglu sagte seine Teilnahme wegen des Anschlags in Ankara ab.

Elf Staats- und Regierungschefs um Bundeskanzlerin Angela Merkel wollten vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu (Artikelbild) über die weitere Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise sprechen. Nachdem Davutoglu mitgeteilt hatte, er werde wegen des schweren Anschlags in Ankara nicht nach Brüssel reisen, sagte Österreich als Organisator das Treffen des "Clubs der Willigen" ganz ab.

Am Mittwochabend waren bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärkonvoi im Regierungsviertel der türkischen Hauptstadt mindestens 28 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.

"Club der Willigen"

Weil die 28 EU-Staaten in der Flüchtlingspolitik keine gemeinsame Linie finden, hat sich eine Gruppe von elf Ländern zusammengefunden, der sogenannte Club der Willigen. Sie sehen, ähnlich wie Merkel, die Türkei in einer Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise und wollen deshalb die Zusammenarbeit mit der Regierung in Ankara intensivieren.

Die Bundeskanzlerin verurteilte das Bomben-Attentat in Ankara scharf. Mit Entsetzen habe sie von dem Anschlag auf Fahrzeuge der türkischen Streitkräfte erfahren, hieß es in einer Erklärung Merkels. "Die Bundesregierung verurteilt diesen neuerlichen terroristischen Akt auf das Schärfste." Im Kampf gegen die Verantwortlichen für solche menschenverachtenden Taten stehe Deutschland an der Seite der Türkei. Den Angehörigen der Toten und den Verletzten sprach Merkel ihr Mitgefühl aus

wl/SC (dpa, afp, rtr)