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Fußball

Kein Sieger im Nordderby

Hamburg und Wolfsburg trennten sich durch ein Last-Minute-Tor des HSV 1:1. Im Fernduell um die Tabellenspitze muss Rekordmeister Bayern München vorlegen, wieder kann Spitzenreiter Leverkusen in Ruhe zuschauen.

Der Hamburger Joris Mathijsen (li) und Wolfsburgs Stürmer Grafite im Zweikampf (Foto: apn)

Punkteteilung im Nordderby

Mit einem goldenen Treffer in der Nachspielzeit sicherte Piotr Trochowski dem Hamburger SV ein verdientes 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg. Der HSV bestimmte zwar weitestgehend das Spielgeschehen, Wolfsburg war aber durch den Treffer von Edin Dzeko aus der 34. Minute in Führung gegangen und wehrte danach etliche Chancen ab. Erst der Freistoßtreffer von Nationalspieler Trochowski (90.) bereitete den Wolfsburger Träumen vom ersten Sieg nach neun Pflichtspielen ein Ende. "Wenn man sieht, wann das Tor gefallen ist, muss man glücklich sein mit dem Punkt", resümierte HSV-Trainer Labbadia. "Aber wenn man den Spielverlauf sieht, hätten wir klar als Sieger vom Platz gehen müssen."

Wolfsburgs Interimstariner Lorenz-Günther Köstner ärgerte sich über zwei verlorene Punkte: "Wenn man in der letzten Minute den Ausgleich kassiert, aus einem Freistoß, den man so nicht pfeifen darf, ist das sehr bitter. Wir hatten den HSV am Rande einer Niederlage." Am Rande der Partie sagte Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß, dass es vorläufig keine Planungen gebe, einen neuen Trainer zu engagieren. Eine Garantie für eine langfristige Zusammenarbeit mit Veh-Nachfolger Köstner wollte Hoeneß angesichts der kommenden schweren Aufgaben gegen Bayern München, Bayer Leverkusen und Schalke 04 aber auch nicht geben.

Bayern muss vorlegen

Bayern-Spieler Franck Ribery bespringt nach seinem Treffer Trainer Louis van Gaal. (Foto: dpa/lnw)

Einst liebten sie sich - jetzt muss Ribéry wohl erstmal zugucken unter van Gaal

Mittlerweile scheint der Bayern-Express ins Rollen gekommen zu sein: Sechs Bundesliga-Siege nacheinander, dazu 20 Tore – aber trotzdem kehrt an der Isar keine Ruhe ein: der französische Mittelfelddribbler Franck Ribéry drängt ins Team, Bayern-Trainer Louis van Gaal lässt ihn aber noch nicht spielen. Ribéry bekommt keinen Platz in der Startelf gegen Mainz. "Ich denke, er ist noch nicht fit, das dauert noch. Er weiß selbst auch, dass er noch nicht wieder fit ist."

Köln und Gladbach treffen auf vermeintliche "Lieblingsgegner"

Lukas Podolski (1. FC Köln) jubelt (Foto: DeFodi)

Will doch nur spielen: Podolski

Auch für Nationalspieler Lukas Podolski ist ein Einsatz in der Startformation des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt unwahrscheinlich – er leidet noch an Bandscheibenproblemen. Die Kölner haben sich mit dem 3:2-Überraschungserfolg gegen Wolfsburg ein wenig von der Abstiegszone distanziert und reisen nun zu ihrem Lieblings-Auswärtsgegner: An keinem anderen Bundesliga-Schauplatz hat der FC öfter getroffen als in Frankfurt, nämlich 53-mal. Mit Neuzugang Zoran Tosic von Manchester United soll die Serie von sieben Auswärtsspielen ohne Niederlage auch in Frankfurt halten, sechsmal blieben die Kölner zuletzt sogar ohne Gegentreffer. Aber auch die Frankfurter machen sich Hoffnungen auf mindestens einen Punkt. Sie sind seit sechs Spielen ungeschlagen.Borussia Mönchengladbach trifft ebenfalls auf einen der liebsten (Heimspiel-)Gegner: Werder Bremen. Aus den letzten vier Heimspielen gegen Werder holte die Borussia zehn von möglichen zwölf Punkten. Die Chancen stehen gut, dass mindestens ein Punkt in Gladbach bleibt: Werder ist momentan alles andere als in Topform, die Bremer verloren die letzten vier Spiele und sind seit November auswärts ohne Sieg.

Kellerduelle in Hannover und Berlin

Zu einem Abstiegsgipfel kommt es in Hannover, dort empfangen die seit acht Spielen sieglosen 96er mit ihrem neuen Trainer Mirko Slomka den 1. FC Nürnberg mitsamt Ex-Trainer Dieter Hecking. Auch in Berlin steigt ein Kellerduell: Die Bochumer sind zu Gast. Für diese Partie galt bisher eine Torgarantie: Noch nie trennten sich beide Teams torlos. Im Vergleich zu Hannover geht Bochum mit etwas mehr Selbstbewusstsein in die Partie: Der VfL machte in den letzen drei Spielen zweimal einen 0:2-Rückstand wett.

Königsblaue Euphorie trifft auf Hoffenheimer Mittelmaß

Hoffenheim-Trainer Ralf Rangnick ballt die Faust an der Außenlinie (Foto: dpa)

Gibt sich optimistisch: Hoffenheim-Coach Rangnick

Drei Spiele in Folge haben die Hoffenheimer zuletzt verloren und dabei auch noch acht Tore kassiert - Platz neun ist die Antwort auf das eingekehrte Mittelmaß. Jetzt fallen für Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick gegen Schalke auch noch fünf Stammspieler aus. "Wir rechnen uns trotzdem Chancen auf einen Punkt aus", erklärte Rangnick. Die Schalker reihen sich mit Trainer Felix Magath in dieser Saison dagegen ganz weit oben ein: auf Platz drei. Mit der besten Abwehr der Liga sind die Königsblauen seit sieben Heimspielen ohne Niederlage und seit vier Heimspielen sogar ohne Gegentor.

Am Sonntag spielt noch der VfB Stuttgart gegen Dortmund, und Tabellenführer Leverkusen empfängt Freiburg.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Stefan Nestler

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