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Fußball

Kein Sieg für die Bayern

Der FC Bayern verschafft sich eine passable Ausgangslage für das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League. Bei Manchester United gelingt viel, aber kein Sieg. Im Rückspiel fehlen zwei wichtige Spieler.

Der FC Bayern München lieferte sich einen harten Kampf mit seinem Alptraum-Gegner von 1999, Manchester United. Im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League gelang den Münchenern auswärts nur ein 1:1 (0:0)-Unentschieden. Zu wenig für die Ansprüche Pep Guardiolas, genug für Manchester United. Denn während die Bayern bereits den

Titelgewinn in der Bundesliga

gefeiert haben, enttäuschen die "Red Devils" bislang in der Premier League: Sie stehen hinter den Topmannschaften nur auf Rang sieben. Dennoch gilt Manchester United im eigenen Stadion nur höchst selten als Außenseiter - vor allem im Europapokal. Und so begrüßten die heimischen Fans den Titelträger FC Bayern München lautstark und mit einer beeindruckend prächtigen United-Choreographie. Das berüchtigte Stadion Old Trafford war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die 1. Halbzeit begann schwungvoll und mit dem ersten Tor für die Gastgeber, doch der Treffer von Danny Walbeck wurde nicht gegeben, weil er zuvor sein Bein zu hoch gegen Javi Martínez gehoben hatte. Fortan machten die Bayern deutlich, dass sie nur auf eines aus waren: einen Auswärtssieg. Trainer Pep Guardiola hatte die Mannschaft im Vergleich zum

3:3 gegen Hoffenheim

in der Bundesliga auf acht Positionen verändert und die geschonten Spieler wieder ins Spiel gebracht. Mit dem bekannt sicheren Passspiel erarbeiteten sich die Münchener bald eine Spieldominanz, konnten aber kaum gefährliche Torchancen herausspielen. Arjen Robben scheiterte mit der besten Gelegenheit an Torwart David de Gea. Doch auch dessen Gegenüber war wenig später ernsthaft gefordert: Richtig laut wurde es im Stadion, als Walbeck nach einem feinen Pass von Wayne Rooney und einem schwachen Moment von Verteidiger Jérôme Boateng allein auf Manuel Neuer zulief. Doch dann traf Walbeck die falsche Entscheidung: Statt den Ball flach an dem Nationaltorwart vorbeizuschieben, lupfte er den Ball. Mit einem Reflex konnte Neuer, der schon in die Knie gegangen war, den Ball soeben noch entschärfen.

Torwart Manuel Neuer pariert in höchster Not (Foto: REUTERS/Michael Dalder)

Manuel Neuer (r.) durfte sich mehrfach auszeichnen

Tore erst nach dem Seitenwechsel

Die 1. Halbzeit hatte viel Kraft gekostet, Manchester hatte immerzu dem Ball und den Spielern hinterherlaufen müssen. Und so verliefen die ersten zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel recht ausgeglichen, bis es die erste Ecke für Manchester United gab und Kapitän Nemanja Vidic den Ball sprunggewaltig ins Tor wuchtete (58. Minute). Guardiola reagierte mit einem Wechsel: Mario Mandzukic kam für Thomas Müller. Und der Wechsel sollte sich lohnen: Mandzukic bereitete den 1:1-Ausgleich vor. Per Kopfball bediente er Bastian Schweinsteiger, der den Ball per Drop-Kick in den linken oberen Winkel drosch (66.).

Vidic erzielt das Tor. (Foto: REUTERS/Michael Dalder)

Vidic sprang am höchsten

Schweinsteiger stand auch kurz vor dem Abpfiff im Mittelpunkt: Wegen wiederholten Foulspiels kassierte er die Gelb-Rote Karte und wird im Rückspiel fehlen. Auch der Spanier Martínez ist dann wegen einer Gelb-Sperre nicht dabei. Dennoch hat es der deutsche Meister im Rückspiel in der kommenden Woche in der eigenen Hand, das vierte Halbfinale in fünf Jahren und sein Saisonziel, die Titelverteidigung, zu erreichen. "Es war ein gutes Spiel. Wie erwartet hat Manchester nur auf Konter gelauert", sagte Robben beim Fernsehsender Sky: "Aber das 1:1 ist ein gutes Ergebnis. Das nehmen wir mit nach Hause. In einer Woche müssen wir es nun klarmachen."

Barcelona lässt im Heimspiel Punkte liegen

Auch im zweiten Viertelfinal-Hinspiel des Abends gab es ein Unentschieden: Atlético Madrid erreichte im spanischen Duell auswärts beim FC Barcelona ein 1:1 (0:0). Der frühere Bremer und Wolfsburger Mittelfeldspieler Diego erzielte den Treffer für Atlético (57.), Neymar (71.) traf zum Ausgleich.

Am Mittwoch (02.04.2014) stehen noch die Partien zwischen Paris St. Germain und dem FC Chelsea und

Real Madrid gegen Borussia Dortmund

an. Der zweite Bundesligist, der noch im Wettbewerb ist, tritt nicht nur wegen der großen Verletzungssorgen als Außenseiter in Spanien an. "Wir haben zu viele Verletzte, aber noch immer genügend gute Jungs, die in der Lage sind, über sich hinauszuwachsen", versuchte BVB-Trainer Jürgen Klopp seinen Spielern Mut zu machen. Allerdings muss er auf den gesperrten Goalgetter Robert Lewandowski verzichten, der im letzten Jahr noch

vier Tore gegen Real

geschossen hatte.

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