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Welt

Kein Pardon für Sklaverei

Spitzenvertreter der großen Weltreligionen haben im Vatikan ein Abkommen gegen Menschenhandel unterzeichnet. Sie verurteilen ihn als die moderne Form der Sklaverei.

Papst Franziskus, Führer der anglikanischen und orthodoxen Kirche sowie Vertreter der buddhistischen, hinduistischen, jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften erklärten am Dienstag, den Kampf gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel bis 2020 vorantreiben zu wollen. Ebenso verdammen sie Zwangsarbeit, Zwangsprostitution und Organhandel. Alle Staaten müssten dagegen vorgehen. Die Religionsführer verpflichteten sich zugleich, Gläubige und "Menschen guten Willens" zu mobilisieren. Papst Franziskus bezeichnete das interreligiöse Bündnis als historische Initiative. Alle Menschen seien mit der gleichen Würde und Freiheit geboren, sagte das katholische Kirchenoberhaupt. "Jeder ist zum Handeln aufgefordert." Papst Franziskus schrieb dazu auf Twitter: "Keine Sklaven mehr. Wir sind alle Brüder und Schwestern."

Erstes Abkommen dieser Art

Papst Franziskus mit Spitzenvertretern der Weltreligionen Erklärung gegen Menschenhandel

Papst Franziskus mit den Religionsführern und Experten

Es ist das erste Mal, dass Religionsführer eine solche gemeinsame Erklärung unterschrieben und sich in diesem Maße gemeinsam gegen Sklaverei engagieren. Dazu wählten sie den 'Welttag zur Abschaffung der Sklaverei', der jeweils am 2. Dezember eines Jahres weltweit begangen wird. Zu den zwölf Unterzeichnern zählen neben dem Papst das Ehrenoberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Justin Welby, ein Vertreter der Kairoer Al-Azhar-Universität als führende Lehrstätte des sunnitischen Islam sowie der oberste buddhistische Priester von Malaysia. Initiator der Aktion ist das Globale Netzwerks für die Freiheit.

kk/az (dpa, kna)