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Aktuell Europa

Kein klares Ergebnis bei Kommunalwahlen in Griechenland

Griechenlands Regierungskoalition hält sich in der Provinz; das Linksbündnis Syriza erzielt in der Region Athen starke Stimmenzuwächse. Vielerorts wird eine Stichwahl über die Sieger entscheiden.

Rund 95 Prozent der Stimmen sind bereits ausgezählt, doch die Kommunal- und Regionalwahlen in Griechenland haben keinen klaren Gewinner hervorgebracht. Während die radikalen Linken (Syriza) in Athen mehr Stimmen auf sich vereinigen konnten, erhielten in der Provinz die Koalitionsparteien (Konservative und Sozialisten) viele Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 Prozent.

Die Syriza-Kandidatin Rena Dourou lag mit 23,76 Prozent im Großraum Athen knapp vorne. Der Kandidat der Mitte-Links-Kräfte, Giannis Sgouros, kam auf rund 22,2 Prozent. Damit wird es am 25. Mai eine Stichwahl geben. In der Region um Athen leben 30 Prozent aller Griechen. Der prognostizierte Vorsprung von sieben Prozentpunkten konnte die radikale Linke bisher nicht erreichen. In zwölf weiteren Regionen wird es ebenfalls zur Stichwahl kommen.

Auch in der Hauptstadt selbst kam es zwischen dem Linksbündnis von Alexis Tsipras (Foto) und dem Bürgermeister zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Syriza-Kandidat Gavriil Sekallerides lag nur 1,4 Prozentpunkte hinter dem Bürgermeister Giorgos Kaminis. Kaminis erhielt 21,5 Prozent der Stimmen; er wird hauptsächlich von Sozialisten und der Demokratischen Linke unterstützt.

Rassistische Partei erhält 16 Prozent

In Athen erhielt die rechtsextremistische und rassistische Partei Goldene Morgenröte etwa 16 Prozent der Stimmen. Die Kommunalwahlen galten als Test für die Europawahlen. Dort wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet zwischen der Regierung aus Konservativen und Sozialisten unter Ministerpräsident Antonis Samaras und dem Bündnis der radikalen Linken. Samaras steht für einen rigiden Sparkurs, mit dem er das Land aus der Schuldenkrise führen will, Syriza lehnt die Sparpolitik ab.

zam/det/sti (afp, dpa)

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