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Kein Glück mit Airbus A400M

1. September 2012

Wegen Problemen mit den Triebwerken muss der Flugzeugbauer Airbus Military die Auslieferung des Militärtransportflugzeugs A400M erneut verschieben. Das Unternehmen sprach von einer Verzögerung von einem Vierteljahr.

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Airbus A400M am Boden (Foto:dpa)
Airbus A400MBild: picture-alliance/dpa

Frankreich werde das erste Exemplar nicht wie geplant spätestens im ersten Quartal 2013, sondern im zweiten Quartal erhalten, teilte die EADS-Tochtergesellschaft Airbus Military in Madrid mit. Grund dafür seien die Metallspäne, die im Juli kurz vor der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough im Ölsystem einer der Antriebseinheiten aufgetaucht waren. Das Triebwerkskonsortium EPI habe erst eine Lösung für das Problem finden müssen, daher habe sich die Zertifizierung des Antriebs verschoben. Dennoch sollen im kommenden Jahr wie geplant vier der Transport-Maschinen ausgeliefert werden. Auch für die Folgejahre hält Airbus Military am bisherigen Zeitplan fest.

Milliarden-Mehrkosten

Technische Probleme beim Triebwerk des Flugzeugs haben die Auslieferung durch den europäischen Rüstungskonzern EADS mittlerweile um Jahre verzögert. Wegen der aufgelaufenen Mehrkosten in Milliardenhöhe stand das Projekt zwischenzeitlich sogar auf der Kippe. Inzwischen liegen die Kosten für das Programm bei 25 Milliarden Euro, ein Viertel mehr als einst veranschlagt. Sieben NATO-Staaten haben zusammen 180 Maschinen des Typs A400M bestellt: Deutschland, Frankreich, die Türkei, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und Spanien.

Die A400M ist als Mehrzweck-Militärtransporter konzipiert. Das 45 Meter lange Flugzeug soll 37 Tonnen Nutzlast bis hin zu gepanzerten Fahrzeugen, Hubschraubern oder schwerem Räumgerät über 8700 Kilometer transportieren können. Gleichzeitig soll es in der Lage sein, sowohl schnell fliegende Kampfjets als auch langsame Hubschrauber in der Luft zu betanken.

Der A400M wird im spanischen Sevilla produziert.

qu/pg (dpa, afp, rtr)