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Kein Geld für den Irak

Mit Michael Moore macht Politik Spaß, über Europas Verteidigung lässt sich streiten und soziale Sorgen lassen sich nicht nur mit Geld lösen, meinen unsere Leser. Auch der Wiederaufbau im Irak ist strittig. (1.11.2003)

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Irak: Aufbau und Kontrolle
In den ersten sechs Monaten nach dem Krieg haben sich US-Firmen den überwiegenden Anteil an den Aufträgen zum Wiederaufbau im Irak gesichert. Ich denke die Billigung des Kriegen ist schon Mittäterschaft genug, aber auch noch den Aufbau und die Sicherung des weiterhin von USA kontrollierten Landes mitzutragen, erinnert eher an ein Rudel Wölfe.
Mike Urbach

Dass Machthaber wie Saddam Hussein eliminiert werden (müssen) ist ein Segen für die Menschheit. Man mag über die Art und Weise wie die USA hier gehandelt haben geteilter Meinung sein, aber dass dieser korrupte Schlachter und seine Truppe entfernt wurden genießt meine absolute Unterstützung. Wenn jetzt die irakische (schiitische) Bevölkerung, die vorher auf brutalste Weise von Saddam unterdrückt wurde, die USA mit terroristischen Anschlägen angreift und zum Verlassen des Landes aufruft, so muss man zugeben, dass die Welt wirklich total verrückt geworden ist. Wie kann man da verlangen (bitten?) Geld in ein Land zu schicken das eine der größten Erdölreserven der Welt hat? Sollten die USA heute das Land verlassen, wäre die Clique der Husseins Morgen wieder da und würde die Schiiten und andere Volksgruppen abschlachten wie gehabt.
Bernd H. Odenwald, Vitória, Brasilien

Deutsche Soldaten nach Kundus
Mit dem Einbahnstraßen-Vergleich trifft Peter Phillipp den Nagel auf dem Kopf. Halbherzigkeiten führen in Afghanistan nicht weiter. Die Entsendung der Soldaten nach Kundus ist bloßer Aktionismus, und da die deutschen Soldaten nicht den Kampf gegen die Warlords aufnehmen sollen und können, sind sie genauso zahnlos, wie seinerzeit die holländischen Blauhelm-Soldaten in Bosnien. Sie haben kein Ziel, wir wissen nur noch nicht, wie ihr Ende aussieht.
Rainer Schories

Die soziale Frage in Deutschland
Mit 55 Jahren haben viele große Firmen zahlreichen Mitarbeitern einen Aufhebungsvertrag vorgelegt, versüßt mit einer Abfindung, die den "Vorruheständlern" ohne Arbeit etwas bessere Bezüge bescherten als mit Arbeit, 32 Monate lang auf Kosten der Arbeitslosenversicherung, 2 Jahre Arbeitslosenhilfe und danach ohne Abschlag gleich in die Rente. Kein Wunder, dass wir heute immer mehr in die Klemme geraten! Zu all diesen Machenschaften fällt einem nichts mehr ein, wir haben ja unsere Politiker und die Konzernbosse, die in ihrer großen Klugheit und Weitsicht alles richtig machen!
Werner Kracke

Armes Deutschland! Immer weniger Familien denken daran, ein oder mehrere Kinder zu haben. Warum wohl? Es gibt kaum noch den traditionellen Familienzusammenhalt, wo einer für den anderen einspringt und man sich gegenseitig unterstützt. Das ist in vielen Entwicklungsländern anders, nämlich vor allem dort, wo es keine organisierten Sozialsysteme gibt die entweder staatlich oder privat Unterstützung gewährleisten. Hier ist es gute Tradition, dass jeder dem anderen hilft wenngleich auch verbunden mit persönlichen Einschränkungen.
Immer mehr Familienmitglieder leben in Deutschland isoliert, die meisten denken mehr an sich selbst als an andere. Hier liegt zumindest ein Teil des Problems.
Christian Mühlenberg, Karthum

Europas Verteidigung
Meiner Meinung nach muss die NATO auch in der Zukunft Eckpfeiler der europäischen Verteidigung sein. Ein flexibles System für neue Verteidigungsaufgaben muss nicht in zwei konkurrierenden Kommandostrukturen bestehen. Zukünftige Aufgaben besonders außerhalb Europas benötigen Koordinationsfähigkeit sowie gute Kommunikationmöglichkeiten.
Rolf Rasch

Es wäre wünschenswert, wenn die EU nach und nach eigene Waffensysteme entwickeln und diese selbst bauen würde welche speziell aufeinander abgestimmt sind und damit eine eigens, speziell dafür, neu aufgebaute und ausgebildete Berufsarmee ausstatten würde die über eigene hierfür neu entwickelten EU-Kasernen verfügt. Die EU-Berufsarmee würde aus Berufssoldaten der jeweiligen EU-Staaten bestehen deren Aufgabe es wäre, die EU-Verfassung und die EU zu verteidigen.
Im Gegenzug dazu könnten dann die einzelnen EU-Staaten aufgrund der Synergieeffekte Ihre Militärausgaben senken und Ihre eigene Armeen bis auf eine Grundarmee abbauen, die dann überwiegend aus Soldaten besteht, die Ihren Militärdienst absolvieren und für nationale Aufgaben zuständig sind. Die EU- Armee würde dann alle Aufgaben und Pflichten der nationalen Armeen gegenüber der NATO übernehmen und alleiniger Partner der NATO sein.
Dr. George Mermigidis

Diskussion um die Gentechnologie
Ich glaube, die Gentechnologie ist richtig für die Menschheit. Die Menschen haben immer Angst vor dem Neuen. Nehmen wir das Beispiel der Impfungen. Auch Impfstoffe sind gentechnische Produkte, und nützen allen.
Gabriel Hammerschmid, Curitiba, Brasilien

Es sollte eigentlich eine selbstverständliche Aufgabe staatlicher Fürsorge sein, dass bei der steigenden Zahl von Fertig- und Halbfertigprodukten eine lückenlose Aufklärung und Information der Verbraucher gegen die Agrarindustrie durchgesetzt wird. Es gehört zu den vielen Nachteilen der Marktwirtschaft, daß die Produzenten von Lebensmitteln zunehmend ausschließlich gewinnmaximierend und nicht qualitätsorientiert entscheiden.
Rolf Bartels

Michael Moore und sein politisches Engagement
Michael Moore besitzt einen durchaus feinen Humor (in Deutschland nicht unbedingt so üblich). Und sein Blickwinkel ist der von unten, wo Moore auch herkommt. Das ist, denke ich, ein Teil des Geheimnisses seiner Anziehungskraft. Dazu kommt, dass er im Film soziale Mißstände anprangert, die in Deutschland gerade von den Sozialdemokraten initiiert werden. Er sieht die Europäer mit ihrer sozialen Grundhaltung noch als Hoffnungsträger. Und warnt gleichzeitig vor den Tendenzen in Europa den amerikanisch-englischen Raubtierkapitalismus zu übernehmen. Bei Michael Moore wird man fündig! Ihr Artikel macht es sich m.E. bequem, wenn er den Michael-Moore-Effekt einfach mit Antiamerikanismus gleichsetzt.
Bernd Blum

Zu Ihrer Frage, wie ich Michael Moore finde, kann ich nur begeistert antworten, dass er mir mit meinen 21 Jahren seine politische Sicht spaßig übermittelt. Sonst finde ich Politik nicht so spannend.
Juliane Reichert

  • Datum 31.10.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4Gsi
  • Datum 31.10.2003
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