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Aktuell Nahost

Kein Ende des Blutvergießens in Syrien nach Referendum

Auch nach der Billigung einer neuen Verfassung in einem Referendum geht das Blutvergießen in Syrien weiter. Mehr als 30 Menschen sollen am Dienstag von den Regierungstruppen und Deserteuren getötet worden sein.

Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad berichteten, die Armee habe die Ortschaft Halfaja nordwestlich der Stadt Hama mit Artillerie angegriffen. Mindestens 20 Menschen seien dabei ums Leben gekommen. Zahlreiche Opfer lägen noch unter den Trümmern ihrer Häuser.

Fünf Soldaten starben danach bei einem Gefecht mit Deserteuren in Dael in der Provinz Daraa. Drei weitere Soldaten und mehrere Deserteure hätten Verletzungen erlitten. In der seit Wochen belagerten Protesthochburg Homs seien sechs Angehörige einer Familie bei einer Razzia ermordet worden.

EU: Mehr als 8000 Tote seit Ausbruch der Unruhen

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldet, am Montag seien 16 Soldaten von "bewaffneten Terrorbanden" getötet worden. Dagegen berichtet die Opposition, am Montag hätten Sicherheitskräfte landesweit mindestens 135 Menschen umgebracht, die meisten davon in Homs.

Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton wurden in Syrien seit Beginn der Unruhen vor knapp einem Jahr bereits mehr als 8300 Menschen getötet.

Syrien trotz Rückendeckung Russlands am UN-Pranger

Ungeachtet der ablehnenden Haltung Russlands wächst im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen die Unterstützung für eine Resolution zur erneuten Verurteilung des Regimes in Syrien. Angesichts der anhaltenden Gewalt gegen Teile der eigenen Bevölkerung würden immer mehr der 47 Mitgliedstaaten des Rates einen entsprechenden Vorstoß von Katar, Kuwait, Saudi Arabien und der Türkei unterstützen, hieß es in diplomatischen Kreisen in Genf.

Für die Annahme der Resolution im Anschluss an eine Dringlichkeitsdebatte des UN-Menschenrechtsrates zur Syrien-Krise zeichne sich eine große Mehrheit ab. Zu den Ländern, die eine deutliche Verurteilung des Assad-Regimes in dem Resolutionstext befürworten, gehöre auch Deutschland, hieß es. Mit der Abstimmung über den Text rechneten UN-Diplomaten nicht vor Mittwoch.

re/as (rtr, dpa, dapd, afp)

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