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Wirtschaft

Kein Ende des Ausverkaufs in Sicht

Negative Nachrichten aus der Wirtschaft und viel Unsicherheit, das waren die Hauptfaktoren, die in dieser Woche den deutschen Aktienmarkt bestimmten und im Wochenverlauf für kräftig fallende Kurse sorgten.

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Der Einzelhandel klagt über die Konjunkturflaute

Vor allem der Jahrestag der Terroranschläge in den USA am 11. September scheint für viel Verunsicherung bei den Anlegern zu sorgen. Hinzu kommen Sorgen um die weitere Entwicklung der Konjunktur sowie negative Daten aus mehreren Branchen. So hat beispielsweise der Einzelhandel angekündigt, er rechne für 2002 mit dem schlechtesten Jahr der Nachkriegsgeschichte. Auch die Angst vor einem erneuten Krieg mit dem Irak spielt im Markt eine große Rolle.

High-Tech-Werte unter Druck

Kam es in der Woche zu Kursgewinnen, so wurden diese von den Händlern in der Regel nur als technische Reaktion auf herbe Verluste am Vortag gesehen. Eine durchgreifende Erholung, so ein Händler, sei derzeit nicht in Sicht, da auch bei den kursbestimmenden Rahmendaten keine durchgreifende Änderung absehbar sei.

High-Tech-Werte gerieten zunehmend unter Druck, insbesondere der Chip-Hersteller Infineon musste massive Verluste hinnehmen, nachdem Analysten beim amerikanischen Chip-Hersteller Intel weiterhin Krisensignale ausgemacht haben wollen.

Auch das Papier des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP büsste massiv an Wert ein. Grund dafür waren Gerüchte über eine erneute Gewinnwarnung, die von dem Unternehmen bisher jedoch stets dementiert wurden.

Profiteur Rentenmarkt

Weiteren Sog nach unten gab es am Donnerstag (5. September 2002) mit der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten. So liegt die Zahl der Arbeitslosen weiter über vier Millionen; es gab zwar gegenüber dem Vormonat Juli einen leichten Rückgang, gegenüber dem Vorjahreswert ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch weiter gestiegen.

Profiteur der schwachen Aktienmärkte waren die Rentenmärkte; dort konnten die Kurse weiter zulegen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel unter 4,4 Prozent und damit auf ein neues Jahrestief.