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So jungfräulich schön!

Keiljungfer zur Libelle 2017 gekürt

Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch gefährdet. Mit ihrer Auswahl machen Naturschützer und Wissenschaftler auf die Artenvielfalt in dieser Insekten-Ordnung aufmerksam. Aber auch auf ihre Bedrohung.

Die Gemeine Keiljungfer ist die "Libelle des Jahres 2017". Das gab der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) am Montag bekannt. Sie wählten die hiesige Libellenart stellvertretend für Arten aus, die stark von intakten Flüssen und Bächen abhängig sind.

Die Libelle des Jahres 2017 gehört zur Familie der Großlibellen, der sogenannten Flussjungfern. Erkennbar sind sie an der schwarz-gelben Körperzeichnung und der besonderen Stellung ihrer Augen. Anders als bei Klein- und Großlibellenarten, bleibt bei den Keiljungfern immer eine kleine Lücke zwischen beiden Augen.

Die Flussjungfer lebt an kleinen Bachläufen ebenso wie in großen Flussauen. Den Naturschützern zufolge liegt genau hier das Problem. Nur wenige Gewässer in Deutschland befänden sich in einem guten Zustand. "Gerade in Deutschland sind Fließgewässer oft mit einem Cocktail aus Medikamentenrückständen und Pestiziden belastet", erklärt BUND-Experte Dennis Klein. Das schädige die Tiere und Wasserpflanzen.

Auch plötzliche Strömungen machten dem Insekt und seinen Larven zu schaffen. Solche Strömungen entstünden, wenn die Einzugsgebiete von Fließgewässern versiegelt würden. "Dadurch können ganze Larvenjahrgänge abdriften und sterben", sagt der Libellenexperte Jürgen Ott. Ebenso gefährlich wird es an den Rändern von vielbefahrenen Flüssen wie dem Rhein. Wenn etwa die von den Schiffen ausgelösten Wellen gegen das Ufer schlagen.

Von den rund 80 Libellenarten in Deutschland stehen den Angaben zufolge 36 auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Mit der "Libelle des Jahres" wollen Wissenschaftler und Naturschützer auf die Vielfalt der Arten sowie Bedrohungen aufmerksam machen.

tk/fs (BUND/dpa)

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