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Geheimdienste

Kehrtwende: Trump bekennt sich zu US-Gemeimdiensten

Der neue US-Präsident Trump bemüht sich nach seinen Zerwürfnissen mit den Geheimdiensten um Aussöhnung. Am ersten Tag im Amt besuchte er demonstrativ das CIA-Hauptquartier. Kritik an der Presse gab es auch.

Er dankte den dortigen Mitarbeitern für ihren Einsatz und versicherte, es gebe niemanden, "der so starke Gefühle für die Geheimdienstgemeinschaft habe". Trump ergänzte: "Ich stehe zu 1000 Prozent zu euch."

Solche Äußerungen Trumps mit Blick auf die US-Geheimdienste hatte es in den vergangenen Wochen nicht gegeben. Im Gegenteil: Der Republikaner hatte sich wiederholt mit der Geheimdienstgemeinde angelegt. So äußerte er starke Zweifel an ihrer Einschätzung, nach der Moskau gezielt versucht hat, die US-Wahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Diese Haltung korrigierte Trump erst kürzlich. Ja, es habe Hackerangriffe gegeben, die Russland und dem Einflussbereich von Präsident Wladimir Putin zuzuordnen seien.

"Unehrliche Menschen"

Bei seinem Besuch am Samstag bei der CIA gab er nun zu verstehen, dass es ein von den "unehrlichen" Medien erfundener Disput und nichts anderes gewesen sei. Ausführlich beklagte er sich auch darüber, dass absichtlich falsche Angaben über die Zahl der Menschen bei seiner Vereidigung am Samstag verbreitet worden seien.

Trump wörtlich: "Reporter gehören zu den unehrlichsten Menschen auf der Erde". Zu den Hunderttausenden, die zum Zeitpunkt seines CIA-Besuches in den USA gegen ihn demonstrierten, äußerte er sich nicht.

Unterdessen verschärfte sich das ohnehin schon angespannte Verhältnis von Donald Trump zu den Medien. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe des neuen US-Präsidenten, die Medien hätten die Zahl seiner Zuschauer bei den Feierlichkeiten zur Amtseinführung am Freitag absichtlich als zu niedrig dargestellt und gezielt Bilder gezeigt, die fast menschenleere Flächen gezeigt hätten.

Stimmen die Fotos nicht?

Trump äußerte diese Anschuldigung zunächst beim Besuch im CIA-Hauptquartier und löste damit bereits Stirnrunzeln aus. Danach schickte er seinen Sprecher Sean Spicer in den Pressekonferenz-Raum des Weißen Hauses - wo dieser sogar so weit ging, den Medien mit Konsequenzen zu drohen, wenn sich nichts ändere. 

Dass Fotos absichtlich in einem bestimmten Ausschnitt aufgenommen worden seien, um die "enorme" für Trump am Freitag gezeigte Begeisterung zu "minimieren", sei "schändlich" und "falsch" beklagte Spicer.

haz/hk (dpa, afp, rtr)

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