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Zika-Virus

Kaum noch Zika-Fälle in Brasilien - Regierung erklärt Notstand für beendet

Nach der Zika-Epidemie im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fälle in Brasilien um mehr als 95 Prozent gesunken. Das Militär war mit Pestiziden und Austrocknungsmaßnahmen gegen die Überträger-Mücken vorgegangen.

Ziemlich genau ein Jahr nach dem Höhepunkt der Zika-Epidemie in Brasilien und in anderen Staaten Südamerikas hat die brasilianische Gesundheitsbehörde nun den Notstand für beendet erklärt. Bereits seit Januar gab es eine deutliche Entspannung der Lage.

Ein Arbeiter versprüht pestizide (Reuters/O. Rivas)

Die konsequente Bekämpfung der Mücken mit Pestiziden zeigt Wirkung

So gab es zwischen Januar und April diesen Jahres 7911 gemeldete Infektionsfälle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten die Behörden noch 170.535 Infektionen registriert. Damit gab es zuletzt noch weniger als fünf Prozent der Anzahl von Infektionen auf Höhepunkt der Epidemie.

Das erstmals 1947 in Uganda nachgewiesene Virus hatte sich seit April 2015 in Brasilien ausgebreitet und von dort ausgehend auch Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Suriname, Französisch Guyana, Bolivien und Paraguay erreicht. Auch in allen Staaten Zentralamerikas gab es vereinzelte Fälle. Am schwersten war allerdings Brasilien betroffen, wo es mehr als eine Million bestätigte Infektionsfälle gab.

Mutter mit Baby, welches Mikrozephalie aufweist (Reuters/U. Marcelino)

Eine Zika-Infektion kann zur Fehlbildung des Schädels bei Neugeborenen führen

Erfolgreiche Mückenbekämpfung mit Pestiziden

Das Virus wird von Gelbfiebermücken übertragen. Werden Schwangere infiziert, führt dies bei den Neugeborenen häufig zu Fehlbildungen des Schädels, der sogenannten Mikrozephalie. Das Virus kann auch eine Nervenkrankheit, das Guillain-Barré-Syndrom, auslösen.

Die brasilianische Regierung hatte im vergangenen Jahr das Militär eingesetzt, um mit Pestiziden und Austrocknungsmaßnahmen gegen die Mücken vorzugehen. Dies hatte offensichtlich Erfolg, denn auch andere durch Moskitos übertragene Krankheiten, wie Gelbfieber oder Dengue gingen in dem Zeitraum um knapp 90 Prozent zurück.

Die Olympischen Sommerspiele 2016 fanden trotz anfänglicher Befürchtungen, dass dies eine weltweite Ausbreitung des Virus befördern könnte, wie geplant statt. Im November hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand aufgehoben, den sie im Februar 2016 erklärt hatte.

fs/ stu (dpa, AP, AFP)