1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuelles

Kaum noch Hoffnung für Vermisste

Knapp eine Woche nach der Havarie des italienischen Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Noch immer werden 21 Menschen vermisst.

Taucher am Wrack der Costa Concordia (Foto: EPA)

Taucher am Wrack der "Costa Concordia"

Küstenwachen-Kommandant Cosimo Nicastro teilte mit, die Taucher hätten ihre Suche in dem Wrack vor der toskanischen Insel Giglio mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt. Am sechsten Tag nach dem Schiffsunfall wurde in der "Costa Concordia" kein weiterer Mensch gefunden. Bislang wurden elf Todesopfer geborgen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin gelten weiterhin zwölf Deutsche als vermisst.

Schlechtes Wetter befürchtet

Meteorologen warnten vor einer Schlechtwetterfront in der Küstenregion mit starkem Wind und schwerer See. Dies könnte dazu führen, dass das auf einem Felsen auf der Seite liegende 114.500 Tonnen schwere Schiff in die Tiefe gerissen wird. Zugleich wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe. Im Wrack des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 2300 Tonnen Diesel- und Schweröl. Ein Austreten könnte verheerende Folgen für eines der größten europäischen Meeresschutzgebiete haben.

Die "Costa Concordia" hatte am Freitagabend vergangener Woche mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor Giglio einen Felsen gerammt und war nach dem Einbruch von Wasser auf die Seite gekippt. Kapitän Francesco Schettino wird vorgeworfen, eigenmächtig zu nah an die Insel herangefahren zu sein. Zudem hatte er das Schiff verlassen und sich in Sicherheit gebracht, während noch hunderte Passagiere an Bord waren. Der 52-Jährige steht unter Hausarrest. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wird untersucht, ob er während des Unglücks womöglich unter Drogen stand. Die toxikologische Untersuchungen seien voraussichtlich in etwa zehn Tagen abgeschlossen. Ausgeschlossen scheine, dass Schettino während der Havarie betrunken war, meldete Ansa unter Berufung auf Justizkreise.

wl/sc (dpa,dapd,afp,rtr)