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Deutschlehrer-Info

Kaum noch Deutschunterricht in der Ostukraine

Vom Konflikt im Osten der Ukraine ist auch die Arbeit des Goethe-Instituts betroffen. Aus den von prorussischen Separatisten besetzten Gebieten sind einige Mitarbeiter der Sprachlernzentren bereits geflüchtet.

In den Gegenden um die ostukrainischen Städte Donezk und Lugansk werden Deutschkurse vom Goethe-Institut derzeit gar nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt. So schildert Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, die aktuelle Arbeitssituation in der Ostukraine. Das Sprachlernzentrum in Simferopol auf der Halbinsel Krim würde „so gut es geht“ betreut, man könne dorthin lediglich noch Materialien für den Unterricht liefern.

Das Goethe-Institut ist nach eigenen Angaben seit 1993 in der Ukraine aktiv. Es betreibt dort ein eigenes Institut in der Hauptstadt Kiew sowie landesweit 19 Sprachlernzentren und Lesesäle. Johannes Ebert, der selbst von 1997 bis 2002 Leiter des Instituts in Kiew war, beschreibt die Strategie des weltweit tätigen Kulturinstituts in der Ukraine: „Wir haben über viele Jahre Kultur- und Bildungsarbeit dort gemacht – natürlich mit dem Ziel, Transformationsprozesse zu begleiten und die lokalen Akteure zu stärken.“ Daran habe sich auch mit dem Konflikt im Osten des Landes nichts geändert, so Ebert.

Wichtig sei zurzeit, die Beziehungen zu Europa zu intensivieren, bekräftigt Ebert. Der Generalsekretär betont, dass in der Ukraine viele Kulturschaffende bei der Demokratisierung des Landes eine Rolle gespielt hätten oder sogar in der neuen Regierung zu finden seien. Deshalb bringe das Goethe-Institut Kiew seit einem halben Jahr junge Kulturschaffende, Kulturjournalisten und -manager aus der Ukraine, Weißrussland, Georgien und der Republik Moldau zusammen. Dies solle helfen, sie weiter zu qualifizieren und mit Künstlern aus Deutschland zu vernetzen.

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