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Wirtschaft

Kaum Bewegung auf dem Parkett

Ohne erkennbare Richtung schwankten die deutschen Standardwerte am Donnerstag (20.12.) um ihren Vortagesstand. Kurz vor Weihnachten fehlten Unternehmensmeldungen, die Umsätze waren gering.

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Leichte Gewinne gab es in Frankfurt und New York

Bis zum Donnerstagmittag legte der Aktienindex DAX um rund 25 Punkte auf 5009 zu. Am Neuen Markt gab der NEMAX 50 hingegen 11 Punkte auf 1178 ab.Zu den stärksten Gewinnern im DAX gehörte der Energiekonzern E.ON, der um fast zwei Prozent zulegte. Der Markt honorierte die Fusion der deutschen Tankstellennetze der E.ON-Tochter Aral mit dem britischen Ölkonzern BP, sagten Aktienhändler. Das Bundeskartellamt hatte die beiden geplanten Fusionen auf dem deutschen Tankstellenmarkt unter gewissen Auflagen gebilligt. Die Deutsche Shell und DEA Mineralöl AG müssen demnach 5,3 Prozent ihres inländischen Tankstellenabsatzes an Dritte veräußern, teilte das Kartellamt am Donnerstag in Bonn mit. Die Deutsche BP und Veba Oel AG müssen vier Prozent ihres Tankstellenabsatzes abgeben. Das entspricht bei einem Tankstellennetz von etwa 16.000 Tankstellen rund 1500 Betrieben. Stilllegungen von Tankstellen zählten nicht als Verkauf. Damit soll ein Oliogopol auf dem Tankstellenmarkt verhindert werden. Die BP/Veba Oel muss außerdem Anteile von 45 Prozent an der Bayernoil Raffineriegesellschaft an einen Dritten veräußern, der nicht selbst an einer größeren Raffineriegesellschaft mit eigenem Tankstellennetz beteiligt ist. Damit wurde sicher gestellt, dass freie Tankstellen nicht auf die Raffinerien der großen Konzerne angewiesen sind.

Unruhige Technologiewerte

Nach kurzzeitigem Aufleben drehten die Aktienkurse der Technologiewerte im Handelsverlauf wieder ins Minus. Der so genannte dreifache "Hexensabbat" am Freitag (21.12.2001), an dem Optionsscheine und Futures auf Indizes und Einzelwerte verfallen, sorge für einige Turbulenzen am Markt, sagte ein Düsseldorfer Händler. Zudem seien die Umsätze relativ gering, und dem entsprechend die Kursschwankungen größer.

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Donnerstag belastet von Kursverlusten der US-Technologiebörse Nasdaq leichter geschlossen. Der 225 Werte umfassende Nikkei Index verlor 0,36 Prozent auf 10.434,52 Punkte. Zu den Verlierern zählten auch hier vor allem Technologiewerte. Zu den Gewinnern in Tokio gehörten dagegen Banktitel, nachdem die Bank von Japan am Mittwoch ihre Geldpolitik gelockert und damit die Kreditvergabe erleichtert hatte.

Die Hoffnung auf eine baldige Verabschiedung des US-Konjunkturpaketes und positive US-Wirtschaftsdaten haben nach Händlerangaben die Standardaktien an den New Yorker Aktienmärkten am Mittwoch beflügelt. Die Technologieaktien hätten jedoch unter der schwachen Bilanz des US-Herstellers von Speicherchips, Micron Technology, gelitten, sagten Börsianer. Eine Reihe schlechter Unternehmensnachrichten und die Warnung des Mobilfunkkonzerns Motorola vor schwächeren Umsätzen hatten die US-Aktienmärkte nach Händlerangaben im frühen Geschäft belastet.Der Dow-Jones-Index schloss mit 0,72 Prozent im Plus auf 10.070,49 Zählern, während der technologieorientierte Nasdaq-Index mit 1,09 Prozent im Minus bei 1982,89 Punkten aus dem Handel ging.

  • Datum 20.12.2001
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1VQ2
  • Datum 20.12.2001
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