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Wirtschaft

Kauflaune

Am Mittwoch waren die Börsianer noch in Moll gestimmt und hatten wegen der schlechten Intel-Zahlen in die Jammerharfe gegriffen - am Donnerstag jedoch kehrte die Kauflaune zurück.

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Der Grund dafür: US-Firmen der Hightech-Branche wie Compac, Apple, AMD und Yahoo! gaben unerwartet gute Zahlen und vor allem optimistische Prognosen ab. Der DAX schloss bei 5.133 - ein Plus von 149 Punkten oder drei Prozent. Auch der Neue Markt konnte deutlich zulegen, der Nemax 50 Index schloss bei 1.180 - ein Plus von 39 Punkten oder 3,5 Prozent.

Fusionsphantasien

Doch nicht nur US-Zahlen, sondern auch hausgemachte Nachrichten beflügelten den deutschen Markt. Heiß begehrt waren Commerzbank mit plus 9,5 Prozent und Hypovereinsbank mit plus 6,7 Prozent, da spielten Fusionsphantasien eine Rolle, weil die Münchener Rück ihren Commerzbank-Anteil auf 10,4 Prozent aufgestockt hat. Einige Analysten vermuten dahinter eine strategische Absicht, während die Münchener Rück das ganze als normale Anlage-Entscheidung bezeichnet. MAN verbesserten sich nach guten vorläufigen Umsatzzahlen um 7,9 Prozent, Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat auf der Hauptversammlung die Aktionäre milde gestimmt, Siemens stiegen um 5,3 Prozent, und die Telekom hat eine kräftige Steigerung der Kundenzahlen gemeldet, das Papier legte um 4,5 Prozent zu. Zu den wenigen Verlierern gehörten Metro mit minus 0,6 Prozent nach negativen Analystenkommentaren.

Eher technische Reaktion

Trotz des optimistischen Ausblicks von Yahoo! bezeichneten Händler die Erholung am Neuen Markt eher als technische Reaktion, dieses Börsensegment hatte in den vergangenen acht Tagen rund elf Prozent verloren. Besonders T-Online war gefragt, 900.000 Neukunden im 4. Quartal wurden mit einem Plus von 2,9 Prozent belohnt, und Consors stiegen um 5,2 Prozent, der Direktbroker hat im 4. Quartal die Kundenzahl um 10.000 auf 566.000 Depots steigern können.

Rentenmarkt und Euro-Kurs

Der Rentenmarkt hat nachgegeben. Der Bund-Future verlor 0,2 Prozent auf 108,63 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX bröckelte um 0,17 Prozent auf 113,63 Punkte ab. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,61 Prozent fest, drei Stellen höher als am Vortag.

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag leicht gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8819 (Mittwoch: 0,8817) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1339 (1,1342) Euro.

Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte

(Angaben ohne Gewähr)

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 82,40 (+ 2,80)

Allianz 262,90 (+ 9,30)

BASF 43,05 (+ 0,95)

Bayer 35,95 (+ 0,65)

HypoVereinsbank 35,82 (+ 2,25)

BMW 38,19 (+ 0,94)

Commerzbank 18,95 (+ 1,65)

DaimlerChrysler 46,83 (+ 1,21)

Degussa 30,32 (+ 0,96)

Deutsche Bank 78,35 (+ 3,35)

Deutsche Post 15,99 (+ 0,04)

Deutsche Telekom 17,99 (+ 0,77)

E.ON AG 58,50 (+ 0,75)

EPCOS 48,50 (+ 0,53)

Fresenius Med. Care 67,84 (- 0,26)

Henkel 63,15 (+ 1,89)

Infineon Techno 24,22 (- 0,18)

Linde 46,34 (+ 0,60)

Lufthansa 17,72 (+ 0,37)

MAN 26,61 (+ 1,95)

Metro 40,95 (- 0,25)

MLP 73,70 (+ 0,45)

Münchener Rück 280,00 (+ 5,00)

Preussag 33,05 (+ 1,79)

RWE 43,43 (+ 0,87)

SAP 163,00 (+ 2,60)

Schering 60,06 (+ 0,56)

Siemens 72,95 (+ 3,70)

ThyssenKrupp 16,40 (+ 0,39)

VW 49,75 (+ 1,20)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Donnerstag 88,19 amerikanische Cent oder 61,44 britische Pence oder

116,47 japanische Yen. Und das 1. Goldfixing in London betrug 285 Dollar und 15 Cent.

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  • Datum 17.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1iDR
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