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Ostmitteleuropa

"Katyn - Der Kampf um die Wahrheit"

- Ausstellung in Warschau erinnert an ein tragisches Kapitel der sowjetisch-polnischen Geschichte

Warschau, 14.4.2003, PAP, poln.

Eine Landkarte mit Lagern des NKWD und eine Kopie des unter anderem von Stalin und Molotow am 5. März 1940 unterzeichneten Beschlusses über den Mord von Katyn gehören zu den Exponaten der Ausstellung "Katyn - Der Kampf um die Wahrheit", die am Samstag (12.4.) im Plast der Kultur und Wissenschaft eröffnet worden ist.

Die Ausstellung anlässlich des 60. Jahrestages der Aufdeckung des Verbrechens von Katyn erinnert an die Bemühungen, alle Umstände des Verbrechens zu klären sowie an den Kampf gegen die sowjetische Lügenversion, die von den kommunistischen Machtorganen der Volksrepublik Polen lanciert wurde.

"Uns war daran gelegen, die Ausstellung so zu gestalten, dass sie leicht verständlich ist, dass die Exponate für alle einen Sinn machen, sowohl für diejenigen, die sich an die Ereignisse von Katyn erinnern können als auch für die Jugendlichen, die damit erst vertraut gemacht werden. Die Wahrheit über Katyn soll zum Teil des polnischen kulturellen Erbes und der nationalen Identität werden. Ich gehe davon aus, dass Schüler die Ausstellung besuchen und wir ihnen die Umstände nahe bringen können, in denen, im Namen der Ideologie, 55 Prozent aller Offiziere der Republik ermordet wurden", sagte der Vorsitzende der Sitzung zum Thema Katyn und Kurator der Ausstellung, Stefan Melak.

Zu den Exponaten gehören unter anderem: eine Landkarte mit Lagern des NKWD, in denen Kriegsgefangene der Jahre 1939-1941 ums Leben kamen, die Ausgabe Nr. 141. des "Goniec Krakowski" (dt. etwa: "Krakauer Kurier" - MD) vom 20/21.06.1943 mit einer Liste der Opfer von Katyn, der in der Ausgabe Nr. 209 vom Jahre 1919 abgedruckte Befehl der Gesamtrussischen Außerordentlichen Kommission WTschK (damals gebräuchliche Abkürzung der Geheimpolizei - MD) vom Jahre 1918, polnische Offiziere, die nach Murmansk durchzukommen versuchen, zu liquidieren und das Protokoll des Verhörs von Franciszek Kierczek, eines Zeugen im Fall Katyn, durch eine Außenstelle der Kanzlei.

Zu sehen ist in der Ausstellung auch eine Kopie des Mordbeschlusses, unterzeichnet von Josef Stalin, Kliment Woroschilow, Wjatscheslaw Molotow und Fjodor Merkulow mit einem Vermerk des Einverständnisses von Michail Kalinin und Lasar Kaganowitsch vom 5. März 1940, Aufnahmen von der ersten Exhumierung von Opfern und der ersten Pilgerreise, organisiert von der Warschauer Erzdiözese, nach Katyn im Jahre 1989.

Bei den Exponaten handelt es sich um eine Leihgabe des Katyn-Komitees, von Prof. Janusz Zawodny, des Prälaten Prof. Waclaw Karlowicz, von Stefan Melak und des Archivs für neue Akten. (TS)

  • Datum 15.04.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3UnM
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