1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Katrin Zeller überzeugt bei Tour de Ski

Die deutschen Langläufer haben die Tour de Ski mit teils sehr guten Ergebnissen beendet. Katrin Zeller schaffte einen hervorragenden sechsten Platz im Gesamtklassement. Die Männer verpassten dagegen die Top 10 knapp.

Skilangläuferin Katrin Zeller beim Wettkampf (Foto: dpa)

Zeller erkämpft Platz sechs

Die deutschen Skilangläufer haben ihre Ziele bei der Tour de Ski im Großen und Ganzen erreicht, doch nicht alle Athleten können uneingeschränkt zufrieden sein. Katrin Zeller schaffte bei den Damen einen kaum erwarteten sechsten Platz und katapultierte sich damit in die Weltspitze. Bei den Herren war Tobias Angerer bester DSV-Läufer, verpasste jedoch als Elfter den angestrebten Platz unter den besten zehn knapp. Jens Filbrich als 13. und Tim Tscharnke als 17. schafften respektable Ergebnisse.

An der Spitze nichts Neues

Die zweitplatzierte Norwegerin Marit Björgen (l.), die Siegerin Justyna Kowalczyk aus Polen und die Dritte Therese Johaug aus Norwegen stehen auf dem Podium (Foto: dpa)

Das Podium: Björgen, Siegerin Kowalczyk und Johaug (l.-r.)

Die Gesamtsiege sicherten sich die Vorjahresgewinner. Die Polin Justyna Kowalczyk gewann wie der Schweizer Dario Cologna zusätzliche 400 Weltcuppunkte. Zudem war Kowalczyk mit einem Gesamtpreisgeld von 116.000 Euro die bestverdienende Athletin der sechsten Auflage der Tour de Ski, die diesmal neun Etappen umfasste. Cologna kam auf einen Tour-Verdienst von rund 103.000 Euro.

"Wir haben das Ziel, bei Damen und Herren jeweils einen unter die Top 10 beim Saisonhöhepunkt zu bringen, nicht ganz erreicht. Platz sechs für Katrin war dabei mehr als erwartet. Sie hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Auch Platz vier von Denise Herrmann in Toblach und der Auftritt der gesamten Damen-Mannschaft haben mich überzeugt. Bei den Herren hätte es etwas besser laufen können", resümierte Bundestrainer Jochen Behle. "Tobi Angerer als Elfter hat die besten Zehn nur wegen eines schlechten Tages in Toblach knapp verpasst. Der Tagessieg von Axel Teichmann auf der zweiten Etappe war natürlich das Highlight, aber ich hätte mir noch das eine oder andere Resultat in Podestnähe gewünscht", ergänzte der Coach.

Eine strahlende Katrin Zeller

Die deutsche Skilangläuferin Katrin Zeller im Portrait (Foto: dpa)

Katrin Zeller hatte gute Laune

Katrin Zeller war überglücklich: "Platz sechs bei der Tour – das ist für mich eine Genugtuung. Nach den Staffel-Silbermedaillen in Vancouver und bei der WM 2009 ist es mein größter Erfolg. Es ist schön im Team etwas zu gewinnen, aber nun habe ich auch ein richtig gutes Einzelergebnis dastehen", sagte Zeller voller Stolz und fügte an: "Ich musste lange kämpfen, um dort zu sein, wo ich jetzt bin. Endlich habe ich es allen Kritikern und Zweiflern gezeigt." Bereits am Samstag (07.01.2012) im 9-Kilometer-Massenstartrennen war Zeller auf Rang sieben nach vorne gelaufen und hatte einen Tag später beim Anstieg zur Alpe Cermis vor 30.000 Zuschauern lange Zeit sogar noch Platz vier im Visier. Für einen Spurt um diesen Rang reichten dann aber die Kräfte nicht mehr.

Damen-Trainer Janko Neuber lobte seinen Schützling. "Dass ihr die Tour liegt und sie sich steigern kann, wissen wir seit Jahren. Diesmal hat aber schon der Start in Oberhof mit einer guten Platzierung funktioniert und das setzt zusätzliche Kräfte frei", meinte Neuber, der vor allem das Kämpferherz und den Ehrgeiz von Zeller hervorhob. "Sie hat sich das alles selbst erarbeitet, nie aufgegeben. Ich denke aber, dass ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist", bemerkte der Trainer.

Ein unzufriedener Tobias Angerer

Tobias Angerer beim Wettkampf (Foto: dpa)

Tobias Angerer wollte mehr

Tobias Angerer ärgerte sich am Sonntag (08.01.2012) immer noch über seinen Aussetzer auf der fünften Etappe in Toblach. "Das war wirklich daneben, sonst wäre der Zug nach vorn nicht abgefahren", sagte der Premieren-Sieger der Tour. Sein Fazit fiel aber dennoch positiv aus: "Ich hatte schon im Vorfeld gesagt, dass man von Tag zu Tag schauen und konzentriert bleiben muss. Das ist mir relativ gut gelungen. Ich bin bis auf die eine Etappe konstant unter die besten 15 gelaufen. Insofern war es für mich eine gute Tour, aber keine sehr gute", analysierte Angerer.

Autor: Calle Kops (sid, dpa)
Redaktion: Andreas Sten-Ziemons