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Kultur

Katholischer Sonntagsgottesdienst aus Wechselburg

Der Deutschlandfunk überträgt live aus der Basilika Heilig Kreuz in Wechselburg den katholischen Gottesdienst. Zelebrant und Prediger ist Pater Ansgar Orgaß OSB. Die kirchliche Leitung hat Monsignore Eberhard Prause.

Innenraum der Katholischen Klosterkirche Heilig Kreuz, Wechselburg, (Sachsen)

Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet vom Ökumenischen Kirchenchor Wechselburg, verstärkt durch SängerInnen aus Burgstädt. Der Chor wird geleitet von Petra Gerstenberger. An der Orgel spielt Ernst Merkel.

Wechselburg befindet sich cirka 25 Kilometer nördlich von Chemnitz. Die Gemeinde liegt im Tal der Zwickauer Mulde am Fuße des 353 m hohen Rochlitzer Berges. Der Ort, als Zschillen (Bienenort) gegründet, ist eng verbunden mit der Gründung des Klosters Zschillen im Jahr 1168 durch Graf Dedo von Rochlitz-Groitzsch für die Augustiner-Chorherren. Die dazu errichtete Kirche diente auch als Begräbnisstätte der gräflichen Familie. Im Jahre 1168 hat Bischof Gerung von Meißen den Ostteil der Kirche geweiht. Schon um 1180 dürfte die Kirche vollendet gewesen sein, das dazugehörende Kloster etwas später.

Nach dem Krieg wurde auf dem Gelände des ehemaligen, verfallenen Klosters das jetzige Barockschloss errichtet. Es gab einen Gebiets- (Burgen-)tausch zwischen dem sächsischen Herzog Moritz, dem das Kloster zu dem Zeitpunkt gehörte, und den Grafen von Schönburg. Durch den Tausch kam der Ort wahrscheinlich zu seinem heutigen Ortsnamen „Wechselburg“ und wurde Besitz der Adelsfamilie der Grafen und Herren von Schönburg.

Was die Wechselburger Kirche auszeichnet ist der in ihrem Inneren sich ber­gende spätromanische Lettner, bekrönt durch die Triumphkreuzgruppe. Der Lettner, auch Doxale genannt, ist eine steinerne oder hölzerne Schranke, die vor allem in Domen, Kloster- und Stiftskirchen den Raum für das Priester- oder Mönchskollegium vom übrigen Kirchenraum, der für die Laien bestimmt war, abtrennte. Datiert werden Lettner und Kreuzigungsgruppe um das Jahr 1235. Alle Darstellungen des Lettners verweisen auf das zentrale Kreuzesgeschehen.

Zur Gemeinde Wechselburg zählen seit der Eingemeindung der ehemaligen Gemeinden Göhren, Mutzscheroda, Nöbeln und Zschoppelshain 1994 heute 13 Ortschaften mit insgesamt rund 2065 Einwohnern. Einst als Klosterdörfer zum Kloster Zschillen gehörend, sind die Orte eng mit Wechselburg verwachsen, ohne ihren eigenen Charakter verloren zu haben. Große Vierseithöfe, kleine Fachwerkhäuser und Häuslerwohnungen prägen die Dörfer, deren ursprüngliche Bebauungsarten noch gut erkennbar sind.

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