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Kultur

Katholischer Sonntagsgottesdienst aus Schleswig

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Ansgar

Zelebrant ist Pfarrer Wolfgang Johannsen, der auch die Predigt hält. Die kirchliche Leitung hat Pastoralreferentin Theresia Kraienhorst. Musikalisch wird der Gottesdienst begleitet vom Chor der Gemeinde unter Leitung von Günter Schlechter.

Die Gemeinde St. Ansgar hat eine lange, wechselhafte Geschichte. 1868, nach dem Zuzug zahlreicher katholischer Beamter und Soldaten in der preußischen Zeit, wurde hier erstmals eine katholische Missionsstation eingerichtet. Die Gemeinde wuchs stetig und so entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Die Baukosten brachte der hier von 1891 bis 1902 amtierende Pfarrer Völker ohne staatliche Hilfe zum großen Teil auf langen Kollektenreisen zusammen. Der von dem Hamburger Architekten Brettschneider geplante Bau ist am 22. März 1898 geweiht worden.

Mit erheblichen Anstrengungen ist der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Schleswiger Architektin Heike Lambrecht in den Jahren 2002-2006 eine Restaurierung und Neugestaltung der alten Kirche gelungen. Dabei ging es einmal darum, die Geschichte und historische Architektur dieses Gebäudes sichtbar zu machen und gleichzeitig einen Raum für die Gemeinde von heute und morgen zu gestalten. So stellt das alte Kirchenportal eine Verbindung her zu der alten Gemeinde am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das gleiche gilt auch für die aufwändige Jugendstilbemalung, die zum Anlass wurde, diese Kirche unter Denkmalschutz zu stellen.

An der vordersten Säule links findet sich die Darstellung des Kirchenpatrons St. Ansgar, dessen Reliquie nahe dem Eingang zur Sakristei in einer Nische des Seitenschiffes ihren Platz gefunden hat. Der Heilige Ansgar war es auch, der hier um das Jahr 850 die erste christliche Kirche gebaut hat.

Die Stadt Schleswig liegt im Norden von Schleswig-Holstein, etwa auf halbem Weg zwischen Kiel und Flensburg. Hier leben gut 23.000 Menschen. Die Nähe zu Skandinavien hat die Geschichte dieser Stadt geprägt. Im 9. und 10. Jahrhundert hatten die Wikinger hier einen wichtigen Handelsplatz. Das Landesmuseum im Schloss Gottorf zeigt die wechselvolle Geschichte der Stadt und des Landes zwischen den Meeren, das Hin und Her zwischen dänischer und deutscher Zugehörigkeit.

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