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Kultur

Katholischer Gottesdienst aus Villingen

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus dem Villinger Münster

Villinger Münster, Villingen-Schwenningen

Villinger Münster, Villingen-Schwenningen

Zelebrant und Prediger ist Pfarrer und Dekan Josef Fischer. Die kirchliche Leitung hat Dominik Frey.  Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von den Frauen des Kammerchors Capella Nova unter der Leitung von Münsterkantor Christian Schmitt. An der Orgel spielt Angelika Kügel. 

In der Predigt setzt sich Dekan Josef Fischer, ausgehend vom Evangelium von der Aussendung der zwölf Jünger, für mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in der heutigen Lebenswelt ein. So wie Jesus seine Jünger nicht auf Gedeih und Verderb auf den Erfolg einschwört, sondern sie nur dorthin sendet, wo sie auch willkommen sind, so sollten auch die gestressten Menschen in unserer Gesellschaft den Erfolg nicht erzwingen wollen, sondern das Gelingen vertrauensvoll in die Hände Gottes legen. Das gelte ganz besonders für die vielen Menschen, die von Burnout betroffen sind. Denjenigen, die unter dieser Erschöpfungsdepression leiden, möchte das Evangelium sagen: Schüttelt den Staub von euren Füßen! Holt euch Hilfe, bevor es zu spät ist. Bei allem Engagement: Sagt nicht Ja und Amen zu allem, was von euch verlangt wird. Akzeptiert eure Grenzen und auch die eigene Machtlosigkeit in einer Welt, in der scheinbar alles machbar scheint.

Die beiden Städte Villingen und Schwenningen sind seit 40 Jahren politisch miteinander verbunden. Während das württembergische Schwenningen eher industriell geprägt ist, steht das badische Villingen mehr in der bäuerlichen Tradition. Eine Stadtmauer umschließt noch heute die historische Altstadt von Villingen. Drei der vier ursprünglichen Zähringertore stehen noch und verleihen Villingen einen alt-ehrwürdigen Charme. Trotz alles Unterschiede haben diese beiden Städte etwas Einendes: Sie verbinden Baden und Württemberg miteinander, ebenso die Bistümer Rottenburg-Stuttgart und Freiburg.

Das Villinger Lieb-Frauen-Münster steht schon seit dem 13. Jahrhundert auf dem Marktplatz von Villingen. Etwa 200 Jahre später brachte ein Bauer ein besonderes Kreuz in die Stadt, das so genannte „Nägelinskreuz“. Er bestand darauf, dass es einen würdigen Platz erhalten solle. So könne es die Stadt vor Unheil bewahren. Heute ist dieser würdige Platz hier im Münster in einer Seitenkapelle zu finden: Im so genannten „Finsteren Chörle“ hängt das Nägelinskreuz über einem Meer von Fürbittkerzen.