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Kultur

Katholischer Gottesdienst aus Scheyern

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Basilika der Benediktinerabtei

Bild zur Gottesdienstübertragung aus Scheyern am 28. April Das Bild ist honorarfrei! Bildrechte, Copyright: Maria Wenk Zulieferer: Peter Harmat

Basilika Scheyern

Zelebrant und Prediger ist Abt Markus Eller OSB. Die kirchliche Leitung hat Dietmar Rebmann. Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet vom Basilikachor Scheyern, dem Jugendchor der Basilikasingschule Scheyern und der Gesangssolistin Julia Jurgasch unter der Leitung von Markus Rupprecht. An der Orgel spielt Bastian Fuchs.

Abt Markus Eller erklärt in der Predigt, ausgehend von der Offenbarung des Johannes, welche Rolle das Wort „neu“ spielt, wenn Johannes von einem neuen Himmel und einer neuen Erde spricht. „Neu“ ist, so führt er aus, auch heute noch ein Zauberwort, weil es neugierig macht, Interesse weckt, so zum Beispiel auf den neuen Papst. Gleichzeitig fragt Abt Markus Eller die Menschen, was sie denn seit Ostern tatsächlich neu machen. Und er ermutigt dazu, neue Akzente zu setzen. Das habe auch Jesus getan, indem er ein neues Gebot verkündet und persönlich vorgelebt hat: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Etwa auf dem halben Weg zwischen München und Ingolstadt liegt am Rand des Hopfenanbaugebietes Hallertau die Benediktinerabtei Scheyern. Seit mehr als 800 Jahren leben hier schon Benediktiner. Dabei war die Abtei ursprünglich gar kein Kloster, sondern eine Burg des Grafen von Scheyern, einem Vorfahren des bayrischen Herrscherhauses der Wittelsbacher. Als dieser die Burg verlassen hatte, um nach Wittelsbach zu ziehen, entschied man sich, das Gebäude in ein Kloster umzubauen. Nachdem im 12. Jahrhundert die gerade erst fertiggestellte Klosterkirche zwei großen Bränden zum Opfer fiel, wurde 1215 die prunkvolle Basilika gebaut. Sie ist heute der Kern des Klostergeländes. Die Ursprünge der Königskapelle, die direkt neben der Basilika steht, reichen noch länger zurück. Sie ist benannt nach König Stephan I. von Ungarn, der sich hier um 995 mit der bayrischen Prinzessin Gisela verlobt haben soll.

Heute ist das Kloster für viele Pilger ein beliebter Wallfahrtsort - wegen der Scheyrer Kreuzreliquie. Aber auch Gruppen können hier tagen und Männer haben die Möglichkeit, sich für einige Zeit im Kloster zurückziehen. Die Mönche sind nicht nur im Kloster für die Seelsorge zuständig, sondern betreuen auch die Pfarreien in Scheyern, Niederscheyern, Gerolsbach und Hirschenhausen.