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Kultur

Katholischer Gottesdienst aus Osnabrück

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Kapelle des Alten- und Pflegeheims St. Clara

Kapelle des Alten- und Pflegeheims St. Clara in Osnabrück

Innenansicht der Kapelle

Zelebranten sind Domkapitular Monsignore Alfons Strodt und Msgr. Heinrich Lienesch, der auch die Predigt hält. Die kirchliche Leitung hat Ruth Beerbom. Organistin ist Domkantorin Julia Arling.

Auf der ganzen Welt feiert die Katholische Kirche am 14. September das Fest der Kreuzerhöhung. Es hat seinen Ursprung in Jerusalem. Am 14. September 335, dem Tag nach der Weihe der Konstantinischen Basilika über dem Heiligen Grab (heute Grabeskirche genannt), wurde dem Volk dort zum ersten Mal das Kreuzesholz gezeigt und zur Verehrung dargereicht.

In der Predigt bezieht sich Pfarrer Heinrich Lienesch auf das Fest der Kreuzerhöhung und verbindet damit die Kreuzesnachfolge, die allen Christinnen und Christen aufgetragen ist. „Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich", so deutlich sagt es Jesus. Er habe Kreuz und Leid nicht abgeschafft, sondern selbst das Kreuz getragen. So spende der Blick auf den leidenden Jesus Kraft, auch die eigenen Leiden zu tragen und sich dabei von Christus selbst getröstet zu fühlen.

Das Haus St. Clara ist ein katholisches Altenpflegeheim, ursprünglich erbaut und geführt von den Thuiner Franziskanerinnen. 2008 musste der Orden das Haus aufgeben. Es wurde eingegliedert in die St. Elisabeth Pflege GmbH im Caritasverband Osnabrück und ist das kleinste Heim im Verbund mit 45 Pflegeplätzen.

Als katholisches Pflegeheim ist das Haus offen für Menschen aller Konfessionen und Religionen. Inzwischen verbringen auch einige Juden ihren Lebensabend hier. Es gibt auch wieder Ordensschwestern im Haus. Indische Schwestern aus der Kongregation „St. Anna von Bangalore“ sind in die Pflege und die Seelsorge integriert.

Die Kapelle, aus der heute der Gottesdienst übertragen wird, wurde 1983 geweiht. Ein heller halbrunder Bau, beherrscht von einem großen Holzkreuz von Ludwig Nolde. Vier- bis fünfmal in der Woche wird hier Gottesdienst gefeiert. Das ist für die Bewohner ein besonderes Geschenk und nur möglich, weil Msgr. Lienesch als Seelsorger im Hause wohnt.

Die Kapelle steht immer einladend offen und ist ein Ort der Stille, der Sammlung und des Trostes für alle im Haus, auch für die vielen Besucher. Das Haus St. Clara liegt in Osnabrück innerhalb der Domgemeinde St. Petrus und wird häufig in die Aktivitäten der Gemeinde mit einbezogen.