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Katholischer Gottesdienst aus der Akademiekirche „Die Wolfsburg“ in Mülheim am 15.06.2017, ab 10.05 Uhr

Aus der Akademiekirche „Die Wolfsburg“ in Mülheim wird an Fronleichnam15.06.2017, ab 10.05 Uhr live der katholische Gottesdienst übertragen. Zelebrant und Prediger ist Generalvikar Klaus Pfeffer.

In der Predigt erschließt der Zelebrant den Sinn des Fronleichnamsfestes, das auch das Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi genannt wird. Dieses Fest, das in den meisten katholischen Gemeinden mit bunten Prozessionen gefeiert wird, ist eine öffentliche Demonstration des katholischen Glaubens. Dazu gehört insbesondere der Glaube an die Gegenwart Jesu Christi in einem kleinen Stück Brot, das im Tabernakel – einem Schmuck- und Schaugefäß - feierlich durch die Straßenzüge getragen wird. Vielen Menschen erscheint dieser Glaube heute absurd. Andere geraten angesichts der Umzüge, die quer zum Leben so vieler Menschen verlaufen, ins Nachdenken. In jedem Fall aber erinnert das Fronleichnamsfest daran, dass das Leben eine trostlose Sache wäre, wenn es ohne einen liebenden Gott gelebt werden müsste. Wenn nur das irdische Brot zählt, dann wird das Leben zu einem mühsamen Kampf, der doch nie zu einem erfüllenden Ende führt. Erfülltes Leben braucht noch ein anderes Brot – eben jenes, „das vom Himmel kommt“. Darauf verweisen Katholiken am Fronleichnamstag.

 

In der Nähe der Ruhr – mitten in einer der größten industriellen Kulturlandschaften Europas – liegt die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“. Sie befindet sich am Rande eines ausgedehnten Waldgebietes. Seit ihrem Bau im Jahr 1906 erfuhr das Haus zahlreiche Veränderungen. Die denkmalgeschützte Jugendstilfassade mit ihren Freitreppen, den Terrassen sowie dem eindrucksvollen Erker blieb dabei aber unverwechselbar erhalten. Seit 1960 beherbergt das Gebäude die katholische Akademie des Bistums Essen. Die Akademie ist Tagungshaus für ungezählte Gastgruppen aus Kirche und Gesellschaft. Mit einer Grundhaltung des Verstehenwollens begegnen sich hier Menschen, erfahren etwas, das ihre Vorstellungen bereichert, erkennen Differenzen zum eigenen Standort und können so nach Verbindendem suchen. Auf diese Weise lädt die Wolfsburg ein zur Auseinandersetzung über die wichtigen Fragen des persönlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens.

 

Im Dezember 2013 weihte Bischof Dr. Franz Josef Overbeck den Altar in der Akademiekirche, die, getragen von der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, vom Bochumer Architekten Gido Hülsmann und dem Benediktiner P. Abraham Fischer neu gestaltet wurde. Der Innenraum der Akademiekirche „lebt von den Übergängen zwischen Wort und Sakrament, zwischen Mensch und Mensch, zwischen dem Dunklen der Seele und dem Lichtvollen des Göttlichen“. So formulierte es Bischof Overbeck bei der Altarweihe.